Wirtschaft leidet unter Konsolidierungskurs der Regierung
Eine Umfrage unter 436 Betrieben zeigte, dass es einen Auftragsrückgang um 1,7 Prozent gibt. Die Bauwirtschaft ist mit minus 27 Prozent am stärksten betroffen. Experten beklagen Facharbeitermangel.

Foto © KLZ/Jürgen FuchsExperten beklagen den Facharbeitermangel in der Wirtschaft
Die Kärntner Wirtschaftskammer hat bei einem Pressetermin am Donnerstag die aktuelle Situation des Gewerbes und des Handwerks im südlichsten Bundesland genauer beleuchtet. Eine Umfrage von KMU-Forschung Austria unter 436 Betrieben belegt, dass die Aufträge im dritten Quartal wertmäßig gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent gesunken sind. Besonders das Wegfallen von öffentlichen Aufträgen durch den Sparkurs der Regierung setzt den Betrieben zu. Am stärksten betroffen ist die Bauwirtschaft.
Im Baugewerbe meldeten die Betriebe einen Auftragsrückgang von 27 Prozent im Vergleich zum 3. Quartal 2011. In den konsumnahen Bereichen wurden nur leichte Umsatzrückgänge verzeichnet. Im Bereich der privaten Dienstleistungen herrscht hingegen eine zufriedenstellende Auftragslage. Dafür machten die Experten auch die niedrigen Sparzinsen verantwortlich. Ein Plus von 6,1 Prozent bei den Auftragsbeständen verzeichneten die investitionsgüternahen Bereiche.
Für Klagen der Wirtschaftsexperten sorgte der nach wie vor bestehende Facharbeitermangel. Spartenobmann Klaus Peter Kronlechner möchte mehr junge Menschen - auch Maturanten - für eine Lehre begeistern: "Viele frustrierte Schüler der weiterführenden Schulen wären bestens geeignet, mit einem Lehrabschluss tatsächlich Karriere mit Lehre zu machen, anstelle orientierungslos ein Massenstudium zu beginnen, das kaum berufliche Perspektiven bietet."














