Bei Puntigamer gärt es: "Panther" auch aus Göss
Teil der Fassbierproduktion wurde verlagert. Irgendwo zwischen "verunsichert" und "aufgebracht" schwankt die Stimmung der Beschäftigten in der Brauerei Puntigam.

Foto © Jürgen FuchsVerunsicherung in Puntigam
GRAZ. Ein Teil der Fassbierproduktion erfolgt seit Kurzem in Göss. Daher fürchten Mitarbeiter um Arbeitsplätze. In Puntigam sind 300 Arbeiter in der Produktion beschäftigt.
Der Betriebsrat hält sich auffallend bedeckt, Antworten könne der "Vorstand in Linz" geben. Ist da also etwas im Busch? Ist doch die Marke "Panther" das Herzstück in der Puntigamer Brauerei. Markus Liebl, Generaldirektor der BrauUnion in Linz, spricht zwar nicht von Schaumschlägereien, erklärt aber, in Puntigam seien die Produktionskapazitäten knapp. Das liege vor allem am äußerst guten Verkaufserfolg der 0,33-Liter-Flasche: "Heuer wird es eine Steigerung um 20 Prozent geben, 2013 ebenso viel." Um Mengen freizuschaufeln, Kosten zu optimieren und "Engpässe zu vermeiden", werde Fassbier in Göss erzeugt. Mit Puntigamer Lizenz in "geprüfter und gleicher Qualität". Letztlich sei es eine Kostenfrage, sagt Liebl. Über den Umfang der Verlagerung hält man sich in der BrauUnion (sie gehört mit den Leitmarken Gösser, Puntigamer, Zipfer zum Heineken-Konzern) bedeckt. Es handle sich um einen "kleineren Teil" der Produktionsmenge, meint Liebl, "genaue Zahlen wollen und können wir nicht sagen". Puntigamer stellt rund eine Million Hektoliter jährlich her.
Jedenfalls, bekräftigt der BrauUnion-Chef, werde es in Puntigam zu keiner Personalstandskürzung kommen. Schließlich wurde in Puntigam "sehr viel" investiert, insgesamt sieben Millionen Euro. Puntigam sei ein "Superbetrieb, ausgelastet, sehr produktiv". Auch Göss weise eine sehr gute Produktivität aus.
In Puntigam rechnet man durch die Auslagerung mit einer Verschlechterung der betrieblichen Kennzahlen. Daraus könnten sich, trotz aller guten Worte aus Linz, Auswirkungen auf Mitarbeiter und künftige Investitionen ergeben.














