Porsche entschädigt Schicho-Kunden
Nach Pleite des Villacher VW-Händlers Schicho dürfen Kunden wenigstens teilweise aufatmen. Der Konkurs des mit 1,3 Millionen Euro überschuldeten Autohauses beschäftigt die Staatsanwaltschaft.

Foto © ZoreDer Zahn der Zeit: Früher standen vor dem Autohaus schmucke Neuwagen, heute nur noch ein einsamer Trabi
Seit das Villacher Autohaus Schicho Mitte August Konkurs anmeldete, bangen sechs Kunden um ihr Geld. Vier von ihnen haben eine Anzahlung geleistet, zwei ihr Auto voll bezahlt. Ausgeliefert wurde aber keines der Fahrzeuge und die Hausbank von Schicho gab auch kein Geld heraus.
Jetzt meldete sich Richard Mieling, Sprecher von Porsche Österreich, in Radio Kärnten telefonisch aus Paris zu Wort: "Wir haben eine Lösung für die vier Kunden, die eine Anzahlung geleistet haben. Bei ihnen fangen wir die Differenz voll auf." Den beiden anderen Kunden droht allerdings ein "Selbstbehalt". "Bei ihnen haben wir bis auf 10.000 Euro pro Kunden den gesamten Kaufpreis übernommen", sagte Mieling.
Dem Generalimporteur von Schicho sei immer bewusst gewesen, dass die Kunden nicht auf der Strecke bleiben dürfen. "Sie haben ja im guten Glauben ein Auto gekauft", sagte Mieling. 80.000 Euro habe man sich daher die (Teil-)Entschädigung der Autokäufer kosten lassen. Und das, obwohl "wir im Grunde auch Geschädigte sind" - so wie rund 80 Gläubiger und die rund 60 Mitarbeiter auch.
Mittlerweile beschäftigt der Konkurs des mit 1,3 Millionen Euro überschuldeten Autohauses die Staatsanwaltschaft. Wie die Kleine Zeitung berichtete, wurde diese durch den Masseverwalter eingeschaltet. Denn es sei noch offen, ob die Insolvenz zu spät angemeldet wurde. Außerdem seien kurz vor dem Zusammenbruch des Unternehmens noch 50 Gebrauchtwagen verkauft worden. Es wird geprüft, wohin das Geld geflossen ist.














