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    Zuletzt aktualisiert: 24.09.2012 um 11:14 UhrKommentare

    Telekom feilt an Strategie und kämpft mit Schatten

    Der Aufsichtsrat der Telekom Austria tagt in einer Strategieklausur - gegen Teile des ehemaligen Vorstands wird inzwischen noch ermittelt. Mittels einer Marktmanipulation soll der Kurs kurzfristig angehoben worden sein, um so ein fast neun Millionen Euro schweres Boniprogramm ermöglicht haben.

    Telekom-Chef Hannes Ametsreiter

    Foto © APATelekom-Chef Hannes Ametsreiter

    Die Telekom Austria feilt angesichts des nicht nachlassenden Wettbewerbs in Österreich, teilweise schwächelnder Auslands-Töchter und Veränderungen in der Eigentümerstruktur an einer neuen Strategie. Heute, Montag, tagt der Aufsichtsrat in einer Strategieklausur - etwaige kursrelevante Entscheidungen werden für den frühen Nachmittag erwartet. Eine Personalentscheidung gab es bereits im Vorfeld: Technikchef Walter Goldenits (42) geht mit Monatsende, Nachfolger gibt es noch keinen.

    Goldene Zeiten vorüber

    Telekom-Chef Hannes Ametsreiter muss sich nach goldenen Zeiten auf ein schwächer werdendes Geschäft, einen neuen ÖIAG-Vorstand und einen Großaktionär neben dem Staat stellen - dem mexikanischen Mobilfunkriesen America Movil. Er wird vertreten durch den Investor Ronny Pecik, der schon angekündigt hat, eine aktivere Rolle im Unternehmen spielen zu wollen. Offen ist, ob die Mexikaner ihre volle Kriegskasse öffnen und die Expansion nach Südosteuropa mit der Telekom (A1) vorantreiben. Ametsreiter hatte dies bereits ins Spiel gebracht. Das bisherige Osteuropageschäft beschäftigt noch den parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Nachdem das Thema nach der Drohung der Regierung den Ausschuss mittels Fristsetzungsantrag zu beenden aber nur mehr extrem kurz behandelt wird, dürfte es wenig Erleuchtendes geben - auch wenn bei den Zukäufen in Bulgarien und Weißrussland noch viele Fragen offen sind.

    Sorgen bereitet auch die Geschäftsentwicklung in Südosteuropa, insbesondere in Bulgarien und Kroatien. Und auch in Österreich läuft es nicht mehr so rund wie in den Boomzeiten der Telekommunikation. Dem Marktführer setzen die Kampfpreise von Orange und "3" zu und das Festnetz konnte trotz Konvergenzangeboten nicht zu alter Stärke zurückgeführt werden. Außerdem stehen erhebliche Investitionen ins Netz an, wenn die Telekom bei der nächsten Mobilfunkgeneration LTE die vielgepriesene Technologiemarktführerschaft behalten will. Für das Gesamtjahr hat Ametsreiter bei der Präsentation der Halbjahreszahlen die Prognose gesenkt: Er geht für das Gesamtjahr von Umsatzerlösen in der Höhe von rund 4,2 Milliarden Euro (bisher 4,4 Milliarden) und einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,4 bis 1,45 (bisher 1,5 Milliarden) Euro aus.

    Weitere offene Baustelle

    Eine Baustelle ist auch der geplante Kauf des Mobilfunkdiskonters Yesss! von Orange. Dagegen gibt es wettbewerbsrechtliche Bedenken, die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) prüft. Und selbst wenn die BWB grünes Licht gibt, muss die Wettbewerbsbehörde in Brüssel noch den Kauf von Orange durch "3" absegnen. Denn der Verkauf der Orange-Tochter Yesss! an A1 ist Teil eines Gesamtpaketes zur Bereinigung des österreichischen Marktes. Noch offen ist, wann die Telekom-Affäre rund um die Kurssprünge juristisch aufgearbeitet wird. Gegen Teile des ehemaligen Vorstands wird ermittelt, er soll mittels einer Marktmanipulation den Kurs kurzfristig angehoben haben um so ein fast neun Millionen Euro schweres Boniprogramm ermöglicht haben.

    Hier hat die Justiz mit dem ehemaligen Telekom-Manager Gernot Schieszler einen Kronzeugen bei der Hand, es ist offen ob er bei einem Gerichtsverfahren auch den aktuellen Vorstand belasten würde. Sowohl der alte als auch der neue Vorstand haben jegliche Schuld von sich gewiesen. Die bisherigen internen Untersuchungen sollen jedenfalls keine Anhaltspunkte gegen Ametsreiter, der damals Marketingchef bei der Mobilkom war, ergeben haben.


    Kennzahlen Telekom Austria

    Grafik © APA/Infografik

    Grafik vergrößernKennzahlen Telekom Austria Grafik © APA/Infografik

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