Gewinne der Firmen steigen stärker als Löhne und Gehälter
Die Arbeiterkammer analysierte die Bilanzen von 110 Betrieben, die in den Firmenbuchgerichten Graz und Leoben aufliegen: Gut 13.000 Euro gingen den Arbeitnehmern in den vergangenen zehn Jahren pro Kopf verloren.

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GRAZ. Führende steirische Unternehmen haben im Vorjahr an ihre Aktionäre und Gesellschafter mehr als 836 Millionen Euro an Gewinn ausgeschüttet. Die Arbeiterkammer analysierte die Bilanzen von 110 Betrieben, die in den Firmenbuchgerichten Graz und Leoben aufliegen.
Es laufe etwas schief "bei der Verteilung der Lasten durch die Krise", meint AK-Präsident Walter Rotschädl; er bezieht sich auf "stagnierende Realeinkommen" der Beschäftigten. Von 2007 bis 2011 betrugen die gesamten Firmenausschüttungen 4,27 Milliarden Euro. Im Schnitt waren das für jeden der 200 Hauptaktionäre und maßgeblichen Gesellschafter 20 Millionen Euro, so viel, wie im selben Zeitraum 100 Mitarbeiter kosteten.
Auf der anderen Seite haben die Firmen knapp 4,9 Milliarden Euro an Investitionen und fast 9,7 Milliarden Euro an Personalkosten aufgewendet.
Die AK Niederösterreich kritisiert, dass die Steigerung bei Löhnen und Gehältern mit jenen bei den Gewinnen nicht mitgehalten habe. In den letzten zehn Jahren hätten die Arbeitnehmer dadurch pro Kopf 13.000 verloren. In der AK Oberösterreich besagt eine Studie, dass fast jede zweite Frau mit ihrer Entlohnung im Vergleich zu den männlichen Kollegen unzufrieden ist.














