Gewerbe will ein Stück vom EU-Förderkuchen
Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer, drängt auf eine Neuordnung bei der Vergabe von EU-Fördermitteln für den ländlichen Raum: EU-Regionalmittel nicht nur für Landwirtschaft.

Foto © HoffmannWK-Präsident Josef Herk
"Ländliche Entwicklung bedeutet nicht nur Agrarförderung" - Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer, drängt auf eine Neuordnung bei der Vergabe von EU-Fördermitteln für den ländlichen Raum. In der laufenden Förderperiode (2007 bis 2013) sind dafür steiermarkweit rund 80 Millionen Euro reserviert. "Die Mittel wurden fast zur Gänze für landwirtschaftliche Projekte verwendet", so Herk. In den gewerblichen Wirtschaftsbereich seien indes lediglich Mittel im einstelligen Prozentbereich geflossen.
Das soll sich in der neuen Förderperiode ab 2014 - über die derzeit intensiv verhandelt wird - ändern, so Herk. Die Mittel seien schließlich für "die Steigerung der Lebensqualität und die ländliche Wirtschaft vorgesehen, da fällt auch die gewerbliche Wirtschaft maßgeblich darunter".
Es gehe dabei aber nicht darum, der Landwirtschaft etwas wegzunehmen, so Herk. Er wolle vielmehr gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Projekte erarbeiten, etwa im Infrastrukturbereich, die dem gesamten ländlichen Raum zugutekommen. "Bis 2018 stehen in der Steiermark 7100 Gewerbebetriebe zur Übernahme an, das Nachfolgethema ist gerade auf dem Land ein sehr schwieriges und ernstes, das gilt für die Landwirtschaft ebenso wie für die gewerbliche Wirtschaft", so Herk. Daher müssten alle Akteure daran interessiert sein, nachhaltige Förderungen für den ländlichen Raum zu erreichen.














