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Zuletzt aktualisiert: 18.09.2012 um 19:53 UhrKommentare

Österreicher haben weniger Geld am Konto

Österreichs Haushalte sind in puncto Schuldendisziplin europäischer Vizemeister, trotzdem schrumpft das Geldvermögen der Privaten. Die reichsten Länder - 20 Prozent der Menschen - besitzen 85 Prozent des weltweiten Vermögens.

Das Geld rinnt wie Sand durch die Finger - das Vermögen hat zwar zugelegt, allerdings wird der Zugewinn durch die Inflation relativiert

Foto © APA | SujetDas Geld rinnt wie Sand durch die Finger - das Vermögen hat zwar zugelegt, allerdings wird der Zugewinn durch die Inflation relativiert

Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. Laut aktuellen Daten des vom deutschen Versicherungskonzern Allianz herausgegebenen "Global Wealth Report" liegt die Alpenrepublik weltweit auf Platz 15. Als Grundlage für die Reihung wählte die Allianz das Netto-Geldvermögen der Menschen im jeweiligen Land. Das belief sich im letzten Jahr in Österreich auf 40.648 Euro pro Kopf - ein Minus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Analysiert wurde in der Studie die Vermögens- und Schuldenlage der privaten Haushalte in über 50 Ländern. Erstmals hat dabei das weltweite Brutto-Geldvermögen die Grenze von 100 Billionen Euro überschritten, insgesamt legte das Vermögen in den untersuchten Ländern um rund 1,6 Prozent zu. Bedenkt man die Inflationsrate, die im letzten Jahr vielerorts bei über zwei Prozent lag, relativiert sich der Zugewinn aber schnell.

Belgien vor Österreich

Die reichsten EU-Bürger sitzen zurzeit in Belgien und auf Platz 4 der Allianz-Studie. Pro Kopf besitzen die Belgier etwas mehr als 68.000 Euro - also halb so viel wie die Schweizer.

Was die Schuldendisziplin angeht, gehört Österreich zu den Besten. Nach den auch in dieser Kategorie führenden Belgiern belegt Österreich mit einer privaten Schuldenquote (Anteil der privaten Schulden am Bruttoinlandsprodukt) von 55,5 Prozent den zweiten Platz in Europa.

Seit Ausbruch der Finanzkrise sind die Österreicher noch vorsichtiger und setzen vermehrt auf Bankeinlagen und Versicherungen, wie Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich, erklärt.

Zudem zeigt die Studie, dass das Vermögen weltweit sehr ungleich verteilt ist. So besitzen die reichsten Länder 85 Prozent des weltweiten Vermögens, obwohl dort aktuell weniger als 20 Prozent der Menschen leben.


Privatvermögen schrumpft

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