Grüne kritisieren Berlakovich wegen E10

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Die Grünen gehen mit Umwelt- und Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich hart ins Gericht. "Berlakovich versucht, sein Versagen mit Landwirtschaftsförderungen zu kompensieren", so die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner. Österreich entferne sich immer mehr vom Kyoto-Klimaziel und das Einzige was dem Minister einfalle sei die Einführung des klimaschädlichen Agrotreibstoffes E10.
Österreich müsse bis Jahresende insgesamt knapp 700 Mio. Euro für den Kauf von Klimazertifikaten ausgeben, gleichzeitig gebe es mit E10 ein Geschenk an die Agrar- und Autoindustrie. Dass es durch die Verspritung von Ackerfrüchten zu keiner Konkurrenz zwischen Teller und Tank kommt - wie von Berlakovich und Agrarvertretern behauptet - sei schlicht eine Falschinformation. Es gebe ganz klar eine Flächenkonkurrenz. Dass sich der Minister gegen eine von der EU geplante Ausdehnung der Brachflächen ausspricht, ist für Brunner ein Beweis, dass sich Berlakovich ausschließlich als Landwirtschafts-, aber gar nicht als Umweltminister sieht. Dabei leide die Landwirtschaft ganz massiv unter der Klimaerwärmung, betonte Brunner im Gespräch mit der APA.
Das Klimaschutzgesetz sei völlig zahnlos, hier stehe keine einzige Klimaschutzmaßnahme drinnen. Anstatt die Probleme anzugehen, schiebe sie Berlakovich anderen Ressorts zu. "Beim Klimaschutz muss man aber nicht auf andere warten", kritisiert Brunner.














