Verbund will jetzt Kelag-Anteile
Der Verkauf von Kelag-Anteilen an die deutsche RWE ist fast fix - doch jetzt will auch der Verbund seine Kelag-Anteile aufstocken. Von Ernst Sittinger und Eva Gabriel

Foto © KLZ/Hassler
Der geplante Verkauf von Kelag-Anteilen der Kärntner Energieholding (KEH) an die deutsche RWE ist fast fix, der Kelag-Aufsichtsrat hat bereits grünes Licht gegeben. Doch jetzt will auch der Verbund - obwohl er dem RWE-Deal zugestimmt hat - seine Kelag-Anteile aufstocken.
"Wenn die Bereitschaft zum Verkauf da ist, treten wir jederzeit gerne in Gespräche ein", sagt Verbund-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber zur Kleinen Zeitung. Schon 2001 wollte der Verbund bei der KEH einsteigen, den Zuschlag bekam aber damals unter merkwürdigen Umständen die RWE.
Der Verbund ist direkt mit 35,1 Prozent an der Kelag beteiligt, rund 64 Prozent gehören der KEH. KEH-Chef und Kelag-Aufsichtsratsvorsitzender Günther Pöschl bremst: "Der Verbund ist ein gern gesehener Miteigentümer, aber unsere klare Präferenz liegt bei der RWE." Auch RWE-Sprecherin Brigitte Lambertz sagt: "Wir gehen davon aus, dass der Verkauf wie geplant vonstattengeht."
Die politische Diskussion geht in Kärnten indes weiter. SPÖ, Grüne und ÖVP sind gegen den Verkauf, haben aber nicht viel Handhabe. Das Bundeskanzleramt soll klären, ob die Kelag Landeseigentum ist oder nicht, weil davon abhängt, ob Finanzlandesrat Dobernig Anteile im Alleingang verkaufen kann. Viel ist von der Prüfung nicht zu erwarten. Sonst wären ja alle ausgegliederten Landesgesellschaften auch Landeseigentum.














