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Zuletzt aktualisiert: 13.09.2012 um 20:25 UhrKommentare

Top-Firmen durch Krise gestärkt

Andritz, Lenzing oder Kapsch Trafficcom haben ihre Position verbessert - durch Ausbau ihrer Stellung im Weltmarkt.

Foto © Reuters | Sujet

Die Wirtschaftskrise hat viele Unternehmen ins Chaos gestürzt, andere haben die Chancen konsequent genutzt, ihre Position im Markt gefestigt oder ausgebaut. Zu jenen auf der Siegerstraße gehören der Mautspezialist Kapsch Trafficcom, der Anlagen- und Maschinenproduzent Andritz und Lenzing, Weltmarktführer bei industriell gefertigten Zellulosefasern.

In einer Analyse der Ergebnisse der Jahre 2009 bis 2011 hat Contrast-Management Consulting die Wirtschaftskraft von 53 börsennotierten Unternehmen und acht Banken und Finanzdienstleistern ermittelt (siehe Grafik). Die erfolgreichen Unternehmen hätten die Krise "tatsächlich auch als Chance genutzt", erklärt Studienautor Werner Hoffmann, Professor für strategisches Management an der Wirtschaftsuni Wien. Sie mussten ihr Profil stärker schärfen, hatten Mut zu langfristigen Investitionen und können dadurch "nachhaltig gestärkt in die Jahre nach der Krise blicken".

Bestimmende Faktoren seien dabei Technologieführerschaft und eine führende Position im Weltmarkt. Hoffmann wünscht sich mehr solcher Betriebe an der Börse, sieht dafür auch Möglichkeiten, weil einige Firmen im Wachstum an die Grenze der Finanzierung stoßen. Das treffe im Besonderen auf Zukäufe und Beteiligungen zur Verbesserung der Marktposition zu. Börsengänge in der nächsten Zeit sieht die Wiener Börse skeptisch. "Wir sind derzeit eine politische Börse", sagt Sprecherin Beate Exinger, die Staatsschulden dominierten das Börsengeschehen. Es gebe zwar großes Interesse, aber "die Entwicklung trauen wir uns nicht zu beurteilen".

Regional bestünden, sagt Hoffmann, in der Expansion nach der gefestigten Verankerung in Mittel- und Osteuropa die besten Chancen in der Ukraine, in der Türkei (im ersten Halbjahr wurden 1,1 Milliarden Euro aus Österreich investiert) und von da weiterführend in den Mittleren Osten bis nach Zentralasien.

Wesentlich für den Erfolg seien, erklärt Hoffmann, die Rahmenbedingungen wie "Bildungssysteme, Forschungslandschaft und Finanzierung von Universitäten".

HELLFRIED SEMLER

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Grafik © KLZ

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