Korrupte Konkurrenz kostet Aufträge
Korrupte Mitbewerber kosten Unternehmer in Österreich der jüngsten Umfrage von Transparency International zufolge mehr Aufträge als etwa in Großbritannien und der Türkei.

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20 Prozent der Befragten glauben, dass die Konkurrenz mit Hilfe von Bestechungsgeldern Aufträge weggeschnappt hat, geht aus dem aktuellen Bribe Payers Index 2012 (Schmiergeldzahlungsindex) hervor. "Österreich liegt damit zwar gleichauf mit Deutschland, jedoch deutlich hinter Großbritannien und der Türkei mit 17 bzw. 18 Prozent", teilte die Vorstandsvorsitzende von Transparency International - Austrian Chapter (TI-AC), Eva Geiblinger, am Montag in einer Aussendung mit.
88 Prozent der Befragten halten die Regierungsmaßnahmen im Kampf gegen die Korruption für ineffektiv - nur 12 Prozent halten sie für wirksam. "Auch wenn das im Juni beschlossene Transparenzpaket einige Schritte in die richtige Richtung gesetzt hat, weist beispielsweise das neue 'Anfütterungsverbot' von Amtsträgern nicht jene Strenge auf, wie sie 2008 vom Gesetzgeber beschlossen wurde", kritisiert Geiblinger.
Bei aller Kritik sprach sich die Hälfte der Befragten den Angaben zufolge für eine sinnvolle Antikorruptionsgesetzgebung aus. Etwa 50 Prozent erachten auch Due-Diligence-Maßnahmen durch Geschäftspartner, Regierungen und Banken für wirksame Maßnahmen gegen Bestechung, 47 Prozent halten Aufdeckungsjournalismus für wichtig. Innerhalb der Unternehmen schwören 60 Prozent der Befragten auf genaue Rechnungsprüfung sowie branchenübergreifende Antikorruptionsinitiativen (56 Prozent) und die Aufnahme von Antikorruptionsstandards in die hauseigenen CSR-Programme (Corporate Social Responsibility).
Internationale Antikorruptionsabkommen erachten nur 21 Prozent als wirkungsvoll.
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Fakten
Die Umfrage wurde in 30 Ländern durchgeführt - in Österreich wurden 100 Geschäftsleute befragt.














