Steirische Betriebe gelassen
Steirische Betriebe und Banken sind in Slowenien fest verankert. Trotz der drohenden Zahlungsunfähigkeit des Landes bleiben die Firmen gelassen.

Foto © FuchsGrazer Wechselseitigen ist eines der aktivsten steirischen Unternehmen in Slowenien
Slowenien droht laut Minsterpräsident Janez Janša noch im Oktober die Zahlungsunfähigkeit. Josef Heissenberger überrascht das nicht: "Das ist das Ergebnis einer völlig falschen Privatisierungspolitik zu Anfang der 90er-Jahre. Entweder wurde gar nicht privatisiert, wie bei den Banken, oder nur anhand von alten Seilschaften zwischen Wirtschaft und Politik."
Der Chef des steirischen Umwelttechnologie-Unternehmens Komptech ging als einer der ersten Österreicher mit seiner Firma 1992 in den jungen Staat. 700 heimische Firmen sind heute in Slowenien tätig, mit 5,7 Milliarden Euro ist Österreich der größte Investor. Komptech, neben Saubermacher und der Grazer Wechselseitigen, eines der aktivsten steirischen Unternehmen in Slowenien, fürchtet die Krise im Süden aber nicht.
Heissenberger: "Wir haben nur unsere Produktionsstätten dort. Die Ware exportieren wir." Wie viele andere heimische Unternehmen. Produktivität und Qualität stimmen, zudem kostet ein slowenischer Facharbeiter die Hälfte eines österreichischen.
Auch die Banken bleiben ruhig - zu klein ist der slowenische Markt. Nicht einmal einen Staatsbankrott hätten sie wirklich zu fürchten, weil die slowenischen Unternehmen, und auch die Privaten, ja Kredite weiter abbezahlen können. Sloweniens Krise ist in erster Linie eine des staatlichen Bankensektors. Markus Mair, Chef der Raiffeisenlandesbank Steiermark: "Die Raiffeisen Bank International (RBI) wird heuer in Slowenien zwar nur ein einstelliges, aber positives, Ergebnis schreiben. Wir haben seit Längerem kaum Neugeschäft und nur Bestandsgeschäft."














