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    Zuletzt aktualisiert: 01.09.2012 um 21:59 UhrKommentare

    Tourismus-Bilanz im grünen Bereich

    Alle größeren Regionen schreiben von Mai bis Juli ein Nächtigungsplus. Auch der August wird positiv ausfallen, versichern Kärntner Hoteliers.

    Der Campingurlaub boomt wieder. Die hohe Qualität der Kärntner Campingplätze wird geschätzt

    Foto © Kärnten Werbung/GerdlDer Campingurlaub boomt wieder. Die hohe Qualität der Kärntner Campingplätze wird geschätzt

    Trotz Wirtschafts- und Eurokrise und negativer Einschätzungen dürfte Kärnten heuer am Ende der Saison mit einem Nächtigungsplus bilanzieren. Hauptgrund war das bisher großteils prächtige Sommerwetter. Auch die Nächtigungsgrenze von neun Millionen könnte nach etlichen Jahren wieder übersprungen werden.

    Schon jetzt melden alle größeren Regionen Kärntens von Mai bis Juli ein Nächtigungsplus. August-Zahlen liegen noch nicht vor, aber der Trend signalisiert Zuwächse. Dieser Monat ist mit einem Nächtigungsanteil von 44 Prozent der mit Abstand wichtigste. Aber nicht nur das: Das Urlaubsland Kärnten steuert heuer auf einen Rekordsommer zu. Nach 23 Jahren dürfte Kärnten das Allzeithoch von 1.975.166 Ankünften brechen. Im Vorjahr kratzte man mit 1.934.812 Ankünften knapp daran. Was Kärnten-Werber Christian Kresse so sicher macht? "Von Mai bis Juli haben wir ein Ankünfte-Plus von 1,9 Prozent zum Vorjahr. August und September werden noch einiges drauflegen." Zum Jahr 1989 gibt es aber einen gravierenden Unterschied: 1989 hatte Kärnten noch 235.000 Gästebetten, jetzt sind es um rund 85.000 weniger.

    Deutsche kommen wieder

    Es gibt mehrere Indikatoren, warum die Branche wieder brummt. Ein Grund: Die deutschen Urlauber, die Kärnten in den letzten Jahren zunehmend den Rücken gekehrt haben, kommen wieder (um 6,3 Prozent mehr Nächtigungen), weil man offensichtlich Nahziele in Auto-Reichweite bevorzugt. Auch die Holländer haben Kärnten vor allem als Campingland mit hoher Qualität in der Infrastruktur wiederentdeckt (um 20 Prozent mehr Nächtigungen). "Wir haben sehr viel in das Marketing investiert", sieht Kresse, der eine Renaissance der Sommerfrische wittert, den Erfolg auch hausgemacht. Das größte Kompliment bekommt die Sonne. Sie heizte ab der zweiten Juliwoche dem Urlaubsland kräftig ein. Gut für die Seen als Plattform für Sonnenanbeter und gut für die kühleren Bergregionen.

    "Man muss ehrlich sein: Wenn das Wetter passt, kommen auch die Urlauber", sagt Kresse neidlos. Vor allem die Campingplätze haben vom verlässlichen Sommerwetter profitiert.

    Wermutstropfen gibt es dennoch: Verkürzte Aufenthaltsdauer (4,9 Tage im Schnitt), Wetter-Apps und die Kurzfristigkeit der Buchungen sind Teil des touristischen Geschäfts geworden. Und wer im Online-Geschäft nicht mitmischt, ist weg vom Fenster.

    Ein Sommer, in dem man von den Hoteliers nur Positives hört, ist selten geworden. "Am Beginn der Saison hatten wir noch Kopfweh, doch dann wurde es ein sensationeller Sommer", sagt Anton Wrann vom Hotel Post in Velden. "In Anbetracht des Desasters in der Vorsaison sind wir mit allen Betrieben in Kärnten sehr zufrieden", sagt Othmar Michaeler vom größten Beherberger, der Falkensteiner-Gruppe.

    Mit dem gerade startenden Harley-Davidson-Treffen und milden Herbsttemperaturen könnte Kresses Ankündigung bei Saisonstart in Erfüllung gehen: "Kärnten wird heuer mit einem Plus bilanzieren."

    Die Regionen im Überblick

    Regionen Villach-Faaker See-Ossiacher See, Warmbad-Villach. "Ich hatte schon bei der ITB das Gefühl, dass der deutsche Markt wieder anziehen wird", sagt Tourismusmanager Thomas Michor. Ein Plus von zehn Prozent bei deutschen Gästen bestätigt ihn. Eine intensive Investitionstätigkeit in Infrastruktur und Ganzjahres-Hotels beschert der Region zusätzlich Nächtigungen.

    Region Heiligenblut-Mölltal. Die Bergregionen konnten im heißen Sommer punkten. Die Nationalpark Kärnten Card hat vor allem deutsche Urlauber begeistert, die damit den Urlaub besser kalkulieren konnten. Ein Touristenmagnet war die Großglockner Hochalpenstraße, die heuer gestürmt wurde.

    Region Katschberg. "98 Prozent der Gäste kommen aus fünf Märkten", sagt Tourismusmanager Stefan Brandlehner. Durch die Falkensteiner-Hotels liegt der Anteil der Italiener bei rund zwölf Prozent. Der Herbst ist gut gebucht.

    Region Wörthersee. "Alle Betriebe, die in die Qualität investiert haben, freuen sich über eine gute Saison", sagt Tourismusmanager Roland Sint. 80 Prozent der Urlauber kommen noch immer aus dem deutschsprachigen Raum.

    Karnische Region, Weißensee, Lesachtal. Neue Hotels von Falkensteiner und Jufa brachten zusätzliche Nächtigungen. "Wir punkten mit spannenden Outdoor-Produkten",ist Tourismusmanager Kurt Genser überzeugt.

    Region Millstätter See. "Die Internationalisierung ist angekommen", so Tourismusmanagerin Maria Wilhelm. Der Gästeanteil aus den GUS-Staaten, Skandinavien und den Benelux-Staaten erhöht sich.

    Region Bad Kleinkirchheim. Nach einem Einbruch im Vorjahr dürfte die Region wieder die 300.000-Nächtigungs-Grenze überspringen. Der Rückgang bei Italienern wurde wieder aufgefangen.

    Region Klopeiner See-Südkärnten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bekannt gut. "Vier-Sterne-Betriebe sind gut gebucht. Beim Substandard ist aber bereits die Luft draußen."

    ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

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