Monti vor Besuch bei Merkel in Brüssel

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Einen Tag vor seinem Berlin-Besuch ist der italienische Regierungschef Monti in Brüssel mit EU-Kommissionspräsident Barroso zusammengekommen. Bei dem kurzfristig angesetzten Treffen am Dienstagabend ging es um die wirtschaftliche Lage und die Euro-Krise, berichteten Diplomaten. Die beiden Spitzenpolitiker äußerten sich selbst nicht.
Italien kämpft wie Spanien gegen hohe Zinsen für seine Staatsanleihen und hofft darauf, dass die Europäische Zentralbank zur Linderung des Drucks Ankäufe für diese Papiere beschließt. Die Notenbank wird am 6. September darüber beraten.
Monti wird am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammentreffen. Bei dem Arbeitsbesuch wollen beide das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Eurokrise erörtern. Monti hatte zuletzt gefordert, Krisenstaaten, die Schutz unter dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM suchen wollen, keine allzu strengen Auflagen zu machen. Zugleich wirbt er für Wachstumsinitiativen.
Das unter Wachstumsschwäche, hoher Verschuldung und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit leidende Italien steht trotz eines tief greifenden Reformprogramms weiterhin unter dem Druck der Finanzmärkte. Am Dienstag sanken die Zinsen für spanische und italienische Anleihen, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) vor kurzem den Kauf neuer Staatsanleihen von Krisenstaaten in Aussicht gestellt hatte.
Kurz vor Beginn seines Besuchs warnte Monti vor der Gefahr einer steigenden Inflation in Deutschland. Die Situation mit den Risikoaufschlägen, den niedrigen Zinssätze, sowie dem Preisanstieg im Immobilienbereich würden ein Potenzial für eine wachsende Inflation in Deutschland darstellen. "Ich glaube, dass das weder den Wünschen der Europäischen Zentralbank (EBZ), noch der deutschen Regierung entspricht", sagte Monti im Gespräch mit der Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" am Mittwoch.














