Von Graz in die ganze Welt
Die Firma Mides hat sich einen Millionen-Markt erschlossen. Für Krankenhäuser auf der ganzen Welt werden in Graz Ultraschall-Sonden repariert. Die Zentrale von Mides in Graz wird ausgebaut, neue Mitarbeiter eingestellt

Foto © MIDESDie Zentrale von Mides in Graz wird ausgebaut, neue Mitarbeiter eingestellt
Jeder Konsument kennt das Problem aus dem Alltag. Wer heute einen technischen Defekt bei einem elektronischen Gerät zu beklagen hat, findet kaum mehr eine Möglichkeit zur Reparatur. Kaputte Geräte werden gegen neue ausgetauscht.
In Graz hat sich die Medizintechnik-Firma Mides vor Jahren auf die Reparatur von Ultraschall-Sonden spezialisiert. Mit Erfolg. "Bis vor wenigen Jahren gab es keine andere Möglichkeit als diese defekten Sonden vom Hersteller durch neue zu ersetzen", betont Unternehmensgründer Norbert Minarik. "Wird die Sonde hingegen repariert, bedeutet dies eine Kostenersparnis für den Kunden von bis zu 60 Prozent gegenüber einem Neukauf." Mides wurde Mitte der 1990er Jahre als Handelsunternehmen für Ultraschallgeräte verschiedenster Hersteller gegründet - heute ist das Unternehmen mit Vertrieb und Service in weltweit mehr als 30 Ländern tätig.
Hightech-Labor in Graz
Seit 2006 tritt man aber auch als Dienstleister für die Sonden-Reparatur auf. Dafür wurde in Graz ein eigenes Labor eingerichtet, zahlreiche Analyseverfahren und -geräte wurden vom Unternehmen selbst entwickelt. Das Labor vereint dabei Hightech mit klassischem Handwerk, "wir beschäftigen Elektroniker ebenso wie Lackierer, sogar ein Zahntechniker arbeitet für uns", so Minarik.
Der Umsatz konnte zuletzt pro Jahr um jeweils 20 Prozent gesteigert werden und liegt bei derzeit 12 Millionen Euro. "In fünf Jahren sind 30 Millionen Euro realistisch." Insbesondere in Zeiten klammer öffentlicher Haushalte würden Krankenhäuser vermehrt auf die Reparatur von Sonden setzen. Mides ist dabei international aktiv - vor allem in Europa, aber auch in Südafrika, China und den USA. Kürzlich konnte ein Großauftrag einer französischen Krankenhausgruppe an Land gezogen werden. "Die Wertschöpfung bleibt gänzlich in Graz", betont Minarik.
In den kommenden Monaten sollen zu den aktuell 65 Mitarbeitern bis zu zehn weitere hinzu kommen. Für das geplante Wachstum wurde gegenüber der bestehenden Grazer Zentrale ein knapp 5000 Quadratmeter großes Grundstück samt Hallen angekauft.














