Umbau zweier Styria-Medien
Neue Führung für "Die Presse" und "WirtschaftsBlatt" fixiert: Michael Tillian und Herwig Langanger werden mit der Geschäftsführung betraut. Rainer Nowak wird Chefredakteur der "Presse", Esther Mitterstieler Chefredakteurin des "WirtschaftsBlatts".

Foto © APANeue Geschäftsführer für "Presse", "WirtschaftsBlatt": Michael Tillian (l.) Herwig Langanger
WIEN. Die beiden Tageszeitungen "Die Presse" und "WirtschaftsBlatt" bekommen ein neues Führungsteam. Beide gehören zur Styria Media Group, künftig sollen sie enger miteinander kooperieren.
Die neue Geschäftsführung beider Zeitungen übernehmen ab 1. Oktober Herwig Langanger (34), seit 2010 Geschäftsführer der Presse-Holding, und der bisherige Vorstand der Regional Medien Austria AG (RMA) Michael Tillian (39), der den Vorsitz innehaben wird. Rainer Nowak (39), bisher Innenpolitik-Chef und Redaktionsleiter der "Presse am Sonntag", wird Chefredakteur der "Presse" - dem muss vorab die Redakteursversammlung zustimmen. Chefredakteurin des "WirtschaftsBlatts" wird Esther Mitterstieler (43), zuletzt dessen stellvertretende Chefredakteurin.
Bei der "Presse" scheiden Geschäftsführer Reinhold Gmeinbauer und Chefredakteur Michael Fleischhacker aus. Beim "WirtschaftsBlatt" ziehen sich Geschäftsführer Hans Gasser und Chefredakteur Wolfgang Unterhuber zurück. Den Vorstand der RMA übernehmen Klaus Schauer und Stefan Lassnig, weil dort mit Tillian auch Werner Herics abtritt.
Gemeinsame Stärken
Die Neuordnung soll Auftakt eines umfassenden Umbaus beider Zeitungen sein; bei verstärkter Zusammenarbeit und teilweiser Integration werden beide Marken eigenständig und unabhängig weitergeführt. In Österreich ist das Modell bisher ohne Beispiel. In Deutschland werden die zu Springer gehörenden Blätter "Die Welt", "Welt kompakt", "Welt am Sonntag" und "Berliner Morgenpost" seit 2008 aus einem gemeinsamen Redaktionspool gespeist.
In der Styria sei die Neuordnung eine Reaktion "auf die strukturellen Veränderungen in unseren Märkten", sagte Finanzvorstand Malte von Trotha. "Wir bekennen uns klar zu beiden Marken und zum Qualitätsjournalismus", so der ressortzuständige Vorstand Klaus Schweighofer. In beiden Zeitungen würden künftig "gemeinsame Stärken genützt und Synergien realisiert". Unbestätigt ist, ob es, wie in Medienberichten kolportiert, im Zuge der Neuaufstellung zu Sparmaßnahmen und Personalabbau kommen wird.














