Ernteausfall: Brotpreis muss nicht zwangsläufig steigen
Anhaltende Wetterextreme seit Herbst vergangenen Jahres bescherten den heimischen Getreidebauern 2012 die schlechteste Ernte seit mehr als 40 Jahren. Trotzdem muss laut AMA der Brotpreis nicht zwangsläufig steigen.

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Geht es nach den Angaben der AMA, die zwar betont, den Brotpreis nicht zu bestimmen, würden die Kosten für das Grundnahrungsmittel wegen der schlechtesten Getreideernte in Österreich seit 40 Jahren nicht zwangsläufig steigen. Die heimischen Mühlen, die jährlich rund 500.000 Tonnen Getreide vermahlen, könnten ausreichend mit Weizen guter Qualität aus Österreich versorgt werden - der Weizenpreis liegt allerdings heuer um bis zu 30 Prozent über dem Preis des vergangenen Jahres.
Auch wenn der Premiumweizenexport nach Italien weiterliefe, könnten die heimischen Mühlen voll versorgt werden, hieß es am Freitag bei einer Pressekonferenz.
Kürzlich hieß es von einem heimischen Mühlenbetreiber zur APA, dass der Mehlpreis bei der derzeitigen Getreide-Preislage um bis zu 20 Prozent erhöht werden müsse. Der Preis im Großeinkauf pro Kilogramm Mehl gehe von derzeit rund 40 Cent "spätestens im September in Richtung 50 Cent".
In der Kalkulation des Bäckers machen alle Rohstoffe zusammen (samt Verpackungen) laut Wirtschaftskammer allerdings nur 32 Prozent aus; das Mehl alleine laut AMA-Präsident Stefan Hautzinger gar "nur vier Prozent. Das macht das Kraut nicht fett", so Hautzinger.
Grundsätzlich würde es aber Preissteigerungen in allen Bereichen geben, daher wollte der AMA-Präsident mögliche erhöhte Brotkosten nicht gänzlich ausschließen.
Im Zusammenhang mit der schwachen Getreideernte von lediglich 2,3 Mio. Tonnen und wegen der weltweiten Situation (Dürre in den USA, Getreideernteausfälle in der Schwarzmeerregion) steigenden Getreidepreisen appellierte Hautzinger auch, den Flächenstilllegungsplan (minus 7 Prozent) der gemeinsamen EU-Agrarpolitik keinesfalls umzusetzen - "ein komplett falscher Weg", so der AMA-Präsident.












