AK wehrt sich gegen Generalverdacht
Der Vorschlag des ÖVP-Wirtschaftsbunds, Arbeitnehmern am ersten Krankenstandstag kein Gehalt mehr auszubezahlen, stößt bei der Arbeiterkammer auf scharfe Kritik. AK-Direktor Wolfgang Bartosch wehrt sich dagegen, alle Beschäftigten unter den Generalverdacht eines Sozialmissbrauchs zu stellen.

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Auf strikte Ablehnung der Arbeiterkammer Steiermark stößt die Forderung der Wirtschaft, den ersten Krankenstandstag nicht mehr zu bezahlen. AK-Direktor Wolfgang Bartosch wehrt sich dagegen, alle Beschäftigten unter den Generalverdacht eines Sozialmissbrauchs zu stellen.
Unternehmen schulden GKK 39 Millionen Euro
Die gestiegene Zahl an Krankenstandstagen in der Steiermark relativiert der AK-Direktor. Die Gesamtzahl von 5,15 Millionen sei fast exakt jene des Jahres 2008 (5,11 Millionen), dem letzten Jahr vor der aufbrechenden Wirtschaftskrise. Danach sank die Zahl der bei der GKK versicherten Erwerbstätigen und hat 2011 wieder knapp das Vorkrisenniveau erreicht.
Unverändert auf Ablehnung stößt die Forderung nach Selbstbehalten beim Arztbesuch. Die genannte Summe von 36 Millionen Euro an Einsparungen für die Gebietskrankenkasse ist natürlich in selber Höhe eine Belastung für die steirischen Beschäftigten. "Wenn sich die Wirtschaftsvertreter schon Gedanken um die Finanzen der GKK macht, sollte sie vor der eigenen Türe kehren. Im Vorjahr blieben steirische Unternehmen der GKK 39 Millionen Euro an Beiträgen schuldig", sagt Bartosch.














