E-Commerce: Logistiker steigern Auftragslage
Der steigende E-Commerce beschert nicht nur den Internethändlern Zuwächse, sondern auch den steirischen Logistikern. Knapp AG mit Umsatzrekord, SSI Schäfer Peem erwarte bis zu 20 Prozent mehr Aufträge

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Die Knapp AG mit Sitz in Hart bei Graz verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent und erwirtschaftete 327 Mio. Euro Umsatz. Mitbewerber SSI Schäfer Peem GmbH, die in Graz niedergelassene Tochter der deutschen Konzerngruppe, bestätigte am Freitag einen "Boom" in der Branche und führte ihn auf den Trend zur "Vereinzelung" beim Versand zurück.
Knapp erzielte im Geschäftsjahr 2011/2012 eigenen Angaben zufolge mit einem Auftragseingang von 425 Mio. Euro einen Rekord in der 60-jährigen Firmengeschichte. Vorstandsvorsitzender Eduard Wünscher sprach in einer Aussendung von einer 50-prozentigen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte "trotz umfangreicher Investitionen" auf dem Niveau des Vorjahres bei 11,3 Mio. Euro gehalten werden. Die Anzahl der Mitarbeiter in Österreich wurde von 1.400 auf 1.600 gesteigert. Weltweit hat Knapp rund 2.100 Beschäftigte. Im angelaufenen Geschäftsjahr seien mehr als 20 Mio. Euro in F & E investiert worden, so Wünscher. Für 2012/2013 peile das Unternehmen zehn Prozent Umsatzwachstum an.
Bei der Branchenkonkurrenz SSI Schäfer Peem mit Sitz in Graz-Gösting war man auf APA-Anfrage wenig überrascht über die Zahlen des Mitbewerbers: "Der E-Commerce sorgt für Auftrieb", erklärte der kaufmännische Leiter Harald Kreiger. Je mehr über das Internet bestellt werde, desto mehr Aufwand bedeute das für die Versandlogistik. Besonders stark sei der Boom in der Pharma- und Fashion-Branche, die auch während der Krise 2009 stabil geblieben seien.
Kreiger sprach von einer Steigerung beim Auftragseingang von 15 bis 20 Prozent für Schäfer Peem, die auch in den kommenden Jahren anhalten dürfte. Beim Standort in Graz werden derzeit 800 Mitarbeiter beschäftigt, bei der auf Software spezialisierten Konzernschwester Salomon in Friesach seien es rund 400. Der deutsche Mutterkonzern hat derzeit weltweit etwa 9.000 Arbeitnehmer, so Kreiger. Beide steirischen Logistik-Unternehmen haben Exportquoten von rund 98 Prozent.














