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Zuletzt aktualisiert: 12.07.2012 um 20:25 UhrKommentare

Konjunktur: Zuversicht kehrt zurück

Die steirischen Unternehmer blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Einbrüche kommen, wenn überhaupt, zeitverzögert.

Foto © Marina Lohrbach - Fotolia

Noch spürt man in der steirischen Klein- und Mittelbetriebslandschaft wenig von den Gewitterwolken, die sich über den globalen Märkten zusammenbrauen. So spricht der Präsident der steirischen Wirtschaftskammer (WK), Josef Herk, auf Basis der jüngsten WK-Umfrage unter 800 steirischen Unternehmen (bis 50 Mitarbeiter) von einer "Seitwärtsbewegung der Konjunktur". Nachdem vor einem halben Jahr die Erwartungen in Bezug auf Geschäftslage, Auftragsstand und Personalentwicklung noch durchgehend negativ waren, hat die Stimmung im Ausblick auf die kommenden sechs Monate in einen sanften Optimismus umgeschlagen. Ein Drittel der Unternehmen erwarten eine positive Entwicklung. Beim Personalstand halten sich positive und negative Erwartungen die Waage: Jedes siebte Unternehmen will mittelfristig neues Personal anstellen, ebenso viele kündigen einen Mitarbeiterabbau an.

Heruntergebrochen auf die einzelnen Sparten zeigt sich ein ähnlich moderat optimistisches Bild ohne dramatische Ausreißer. Sowohl im Gewerbe als auch im Consulting und Verkehr erwartet man einen Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr. Handel und Tourismus bleiben ebenfalls zuversichtlich, wobei die Erfahrung zeigt, dass negative Entwicklungen bei Großbetrieben bzw. der Industrie erst zeitverzögert bei den mittelständischen Unternehmen ankommen.

Es bleibt ein im Allgemeinen von Vorsicht und Abwarten gekennzeichneter Ausblick.

Diese zurückhaltenden Zukunftserwartungen der Klein- und Mittelbetriebe haben aber Konstanz, wie ein Rückblick auf die WK-Konjunkturbarometer der letzten zehn Jahre zeigt. Vor allem seit dem Krisenjahr 2008 erweisen sich die Prognosen am Ende als zu defensiv. "Diese Vorsicht macht krisenresistent und überlebensfähig", relativiert Herk. Er ortet andere Belastungsproben: Die Ertragssituation sei seit Jahren "bedenklich", die Eigenkapitalquoten entsprechend "dünn", was wiederum die Investitionsbereitschaft bremse.

KLAUS HÖFLER

Wirtschaftsbarometer

Seit Jahren erweisen sich der Großraum Graz und die von überregionalen Entwicklungen wenig tangierte Region Liezen als Wachstumsmotor.

In Handel, Gewerbe und Verkehr bleibt die Personalsituation angespannt, für den Handel wird sogar ein Mitarbeiterabbau prognostiziert.

Sorgenkind in sämtlichen Kategorien (Geschäftslage, Personal, Aufträge) ist die östliche Obersteiermark. Auch die Prognosen sind negativ.

Nachdem die Krise in der Süd- und Weststeiermark am stärksten spürbar war, kehrt jetzt die Zuversicht zurück. Wenn auch verhalten.

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