Vorarlberger betrog Anleger - 5 Jahre Haft
Ein 52-jähriger Vorarlberger ist am Donnerstagabend am Landesgericht Feldkirch wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es nach zweitägiger Verhandlung als erwiesen an, dass der Angeklagte zwischen 2006 und 2009 mehr als 300 Anleger um über drei Millionen Euro vorsätzlich betrogen hat.
Den Opfern wurden zwei Millionen Euro an Entschädigung zugesprochen. Staatsanwalt Markus Fußenegger meldete Strafberufung an, das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Der 52-Jährige wurde noch im Gerichtssaal aufgrund von Fluchtgefahr festgenommen, sehr zum Missfallen von Verteidiger Martin Mennel. Der Rechtsanwalt verwies auf die geordneten Verhältnisse seines Mandanten und auch darauf, dass er bisher zu jedem Termin erschienen sei. Richterin Christine Gstrein sah aufgrund des Umstands, dass sich durch Fußeneggers Einspruch die Strafe noch erhöhen könnte, jedoch die Gefahr einer Flucht des 52-Jährigen gegeben.
Der Mann hatte sich in dem Verfahren von allem Anfang an nicht schuldig bekannt. "Ich habe meine Kontrollpflichten grob vernachlässigt und eine Menge Menschen um ihr Geld gebracht. Aber ich bin kein Betrüger", stellte der Vorarlberger fest. Er sei selbst seinem Geschäftsfreund auf den Leim gegangen - wie sich herausstellte, litt dieser im Tatzeitraum unter einer manisch-depressiven Erkrankung und wurde deshalb - da schuldunfähig - nicht angeklagt.
Der Angeklagte gab vor Gericht allerdings zu, Bilanzen manipuliert und Fremd- als Eigenkapital ausgegeben zu haben, um die Überschuldung des Unternehmens zu vertuschen. Er habe an die Projekte geglaubt. Staatsanwalt Fußenegger sprach seinerseits von einem klassischen Schneeballsystem.














