Sonntagseinkauf? Abfuhr für Fohnsdorfer Arena
Fohnsdorfer Einkaufszentrum wollte im Sog des Red-Bull-Rings am Sonntag aufsperren. "Ein Offenhalten des Einkaufszentrums Arena in Fohnsdorf am 2. September 2012 ist nicht gestattet". Soweit die Kernaussage jener Stellungnahme, die am Donnerstag von der Landesregierung grünes Licht erhielt.

Foto © EDERBuchmann: Öffnungszeitenregelung passt
Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP) erläutert: "Es gibt klare rechtliche Richtlinien in der Steiermark, um an Sonn- und Feiertagen an acht Stunden zwischen acht bis 18 Uhr Proviant, Erfrischungen, Ansichtskarten etc. zu verkaufen." Damit soll die Versorgung "ortsfremder Personen" bei "motorsportlichen Veranstaltungen" gesichert sein. Derartige Artikel könnte man in der Arena also anbieten - mehr aber nicht. Öffnet das komplette Einkaufszentrum mit seinen 90 Geschäften dennoch, drohen laut Buchmann strenge Sanktionen: bis zu 2.180 Euro pro Beschäftigten. Nachsatz: "Eine Novelle der Öffnungszeitenverordnung ist nicht vorgesehen. Es gibt auch keine Initiative dafür."
Applaus gibt es dafür vom FPÖ-Nationalratsabgeordneten Wolfgang Zanger: Nicht zuletzt wegen der Unterschriftenaktion gegen die Sonntagsöffnung konnte "dieser für die Angestellten familienfeindliche Schritt verhindert werden". Für den Spartengeschäftsführer des Handels, Helmut Zaponig, kommt die Absage "nicht überraschend. Die Rechtslage ist eindeutig. Und ich denke, die steirische Regelung ist eine zufriedenstellende". Klar: Die begrenzte Produktgruppe, die am Sonntag verkauft werden darf, ist für ein Einkaufszentrum wie die Arena nicht attraktiv.
Arena-Geschäftsführer Werner Gruber erfuhr von der Kleinen Zeitung die aktuelle Situation: "Ich will mir die Begründung ansehen und sie mit unserer Anwaltskanzlei sowie unseren Mietern noch besprechen." Spätestens im August werde es eine Entscheidung geben. Ans Aufgeben denkt der Geschäftsführer im ersten Moment nicht.














