Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 19:39 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
 
Erneut drei Selbstmorde in Foxconn-Fabrik Ohne Rettungsplan kann Hypo Halbjahr nur mit Staatsstütze bilanzieren Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wirtschaft Nächster Artikel Erneut drei Selbstmorde in Foxconn-Fabrik Ohne Rettungsplan kann Hypo Halbjahr nur mit Staatsstütze bilanzieren
Zuletzt aktualisiert: 29.06.2012 um 21:59 UhrKommentare

Die Angst vor dem Schlussverkauf

In Deutschland wurden mittlerweile alle 2800 Schlecker-Filialen geschlossen. Das Schicksal der Drogeriekette in Österreich entscheidet sich nächste Woche: "Wir bekommen keine Information", klagen Mitarbeiter. Die Nervosität ist groß.

Foto © APA

"Ja, ich habe natürlich mitverfolgt wie das in Deutschland gelaufen ist." Frau K. ist Mitarbeiterin einer Schlecker-Filiale in Graz. Seit mehr als fünf Jahren ist sie schon für die Drogerie-Kette tätig. Die Bilder aus Deutschland, wo nach der Insolvenz in dieser Woche alle 2800 Geschäfte endgültig geschlossen haben, sind ihr nahe gegangen. Alle noch verbliebenen Waren wurden im Schlussverkauf mit Rabatten von zuletzt bis zu 90 Prozent verramscht. "Wir fragen uns, ob das bei uns auch so sein wird". Bereits Anfang kommender Woche soll die Entscheidung fallen. Frau K. wischt mit einem Tuch über ein recht leer gewordenes Regal, ihre Filiale wirkt ausgeräumt. Ein "wirklich gutes Gefühl" habe sie nicht, meint Frau K., doch wie es wirklich weiter geht, wisse sie nicht. "Wir erfahren eigentlich gar nichts." In Österreich zählt Schlecker rund 3000 - vorwiegend weibliche - Mitarbeiter.

Eine andere Filiale in Graz - das gleiche Bild. "Wir bekommen keine Information, was ich sage, ist nur eine Schätzung", erklärt die junge Mitarbeiterin. Und? "Wenn es in Deutschland aus ist, ist es bei uns wohl nur noch eine Frage der Zeit", glaubt sie. Trotzdem fragt sie höflich, ob sie helfen könne. Dabei sind die Regale spärlich bestückt, die Auswahl ist sehr beschränkt. Obwohl, wie die Mitarbeiterin versichert, erst Anfang der Woche Waren geliefert worden seien. "Übersichtlich" ist die Auswahl auch in einer Klagenfurter Filiale geworden. Die Verkäuferin bleibt dennoch ruhig, betont aber auch: "Ich weiß von gar nix". So mancher Stammkunde sei in den vergangenen Tagen gekommen und habe gefragt, wann denn nun der Abverkauf komme. "Wir sind kein Ein-Euro-Shop", sag' ich dann immer.

"Chancen stehen gut"

Mitte der Woche häuften sich die Meldungen, wonach die Chancen auf einen rettenden Investor stark gesunken seien. Am Freitag gab's auf dem Internet-Blog von Schlecker eine "Richtigstellung". "Aktuell finden erfolgsversprechende Investorengespräche für Schlecker Österreich statt." Medienberichte, wonach Mitarbeitern ihre fälligen Gehalts- und Urlaubsgeldzahlungen nicht erhalten würden, wurden dementiert. Es gäbe gute Chancen für das Fortbestehen von Schlecker Österreich mit einem Investor. Mit Hochdruck werde an der Abkopplung von der Muttergesellschaft in Deutschland gearbeitet", heißt es in dem Blog. Der deutsche Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz bestätigte, dass er mit zwei Investoren enge Gespräche führe, die Schlecker Österreich als Ganzes erhalten wollen.

Ein Interessent ist die MTH AG des Industriellen Josef Taus. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wien, notiert an der Börse und setzte im Geschäftsjahr 2010/2011 bei rund 5000 Mitarbeitern 635 Millionen Euro um. Die Schwerpunkte des Konzerns liegen im Handel (Libro, Pagro), im Werkzeugmaschinenbau (Krause & Mauser), bei Park- und Zutrittssystemen und unter anderem bei Finanzbeteiligungen. Ein anderer möglicher Investor ist die Linzer Recap, die darauf spezialisiert ist, mittelständische Unternehmen in Krisensituationen zu übernehmen, zu sanieren und wieder zu verkaufen. Ein Beispiel dafür ist etwa die Autowerkstatt-Kette Fastbox. Zuletzt wurde auch der Unternehmenssanierer Erhard Grossnigg als möglicher Käufer ins Spiel gebracht.

EVA GABRIEL, HANNES GAISCH, MANFRED NEUPER

KLEINE.tv

Tourismus: Kärnten will Wertschöpfung erhöhen

Die Tourismusverantwortlichen in Kärnten ziehen eine positive Bilanz des...Bewertet mit 4 Sternen

 

Wirtschaftsblog

Roman Huber - Foto: Jürgen Fuchs

Kommentiert: Trends und News aus Wirtschaft und Hochfinanz.

 




Forum: Spüren Sie die Krise?

Fotolia: Light Impression

Kleine Zeitung Akademie

Wissen für Leser: Die Kleine Zeitung Akademie bietet Ihnen ein vielfältiges Angebot an Seminaren und Veranstaltungen zu den Themen Journalismus, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Proftieren auch Sie vom Know-how unserer Mitarbeiter!

 

Wirtschaft-Fotoserien

Die Primus-Gala und ihre Gewinner 

Die Primus-Gala und ihre Gewinner

 

Lebe deinen Plan!

Service

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang