Tourismus: Hoteliers sind optimistisch
Die heimischen Touristiker schaun mit vorsichtigem Optimismus in die Sommersaison 2012. Bereits im Mai war die Buchungslage gut. Tirol ist derzeit besonders bei Schweizern beliebt. Kärnten wirbt im Ausland mit TV-Spots.

Foto © Traussnig
Der Osten Österreichs startet dieses Wochenende in die Sommerferien. Ungeachtet der Euro-Krise und des wirtschaftlichen Bebens, das durch Europa zu gehen droht, sehen die heimischen Touristiker den entscheidenden Monaten der bereits angelaufenen Saison - Juli und August - mit einem guten Gefühl und verhaltenem Optimismus entgegen. "Wir blicken einmal nicht so negativ und angstgeschwängert in diese Sommersaison, weil auch der Mai sehr gut gebucht war", sagte der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Sepp Schellhorn, zur APA. Kostendruck und Wettbewerb hätten sich aber verschärft.
Die Hoteliers müssen den Angaben zufolge mit weniger Umsätzen auskommen. Zum einen blieben die Zimmerpreise laut Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner, trotz höherer Energie-und Lebensmittelkosten weitgehend unverändert; zum anderen "sparen die Gäste nach wie vor bei den Nebenausgaben vor Ort".
Von der Zahl der Nächtigungen her sollte der Sommer 2012 "ganz gut" werden. Jedenfalls dürfte hier das Vorjahresniveau erreicht werden, ergab ein Rundruf in der Branche. In Kärnten, der Steiermark und in Wien rechnen die Touristiker sogar mit einem Plus - vorbehaltlich Unsicherheitsfaktoren wie Wetter und wirtschaftliche Entwicklung des Gesamtumfeldes. Die Stimmung und die Buchungslage sind gut. Kärnten hat in wichtigen ausländischen Herkunftsmärkten wie Deutschland und Holland eine forcierte Werbeoffensive mit TV-Spots und Zeitungsbeilagen laufen.
Tirol wiederum registriert einen regelrechten Boom an Schweizer Gästen. In Österreich sind die Alpen billiger zu haben als bei den Eidgenossen daheim. Doch auch das Burgenland bekommt die verstärkte Nachfrage zu spüren: "Bei uns ist die Schweiz nach Deutschland der zweitwichtigste Auslandsmarkt", betonte Burgenland-Tourismus-Direktor Mario Baier.
Zuversicht herrscht auch in Salzburg. Nach den bisherigen Rückmeldungen laufen die Buchungen heuer ähnlich gut wie im Vorjahr. "Der Tourismus steht trotz Krise wie ein Fels in der Brandung", so der Geschäftsführer der Salzburger Land Tourismus Gesellschaft, Leo Bauernberger. Die meisten Urlauber kommen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Stark gestiegen ist aber auch das Interesse aus Osteuropa.
Viele Urlauber entscheiden sich nach wie vor kurzfristig für eine Reise. In den nächsten Tagen und in der nächsten Woche ist noch einiges an Nachfrage drin.














