Mensdorff-Pouilly weist aktuelle Vorwürfe von sich
Alfons Mensdorff-Pouilly hat die jüngsten Vorwürfe, wonach er Grippeschutz-Masken des deutschen Herstellers Dräger gekauft habe, als "haltlos" zurückgewiesen. Dass seine Gattin und damalige Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat in die Sache verwickelt würde, hält Mensdorff für "eine Sauerei".

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Der Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly hat die Vorwürfe rund um den Ankauf von Grippeschutz-Masken als "haltlose Unterstellung" zurückgewiesen. Dass man jetzt versuche, seine Frau, die damalige Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) in die Sache hineinzuziehen, sei "eine Sauerei". "Meine Zusammenarbeit mit der Firma Dräger hat schon in den 90er Jahren begonnen, lange bevor meine Frau Gesundheitsministerin wurde", empörte sich Mensdorff in einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich" (Sonntagausgabe).
Das Honorar von Dräger habe er ausschließlich für Projekte in Osteuropa erhalten, betonte Mensdorff. "Die Leistungen sind genau dokumentiert. Mit Geschäften von Dräger in Österreich hatte ich nie etwas zu tun."
Der Strafantrag der Staatsanwaltschaft habe ihn überrascht. Er habe nach fünf Jahren mit einer Erledigung gerechnet. Mensdorff: "Ein für allemal, ich habe niemanden bestochen". Gegen Motorola-Anwalt Marcus Asner habe er eine Strafanzeige wegen Verleumdung eingebracht. Und im parlamentarischen Untersuchungsausschuss, vor den er kommenden Dienstag geladen ist, will sich Mensdorff-Pouilly der Aussage entschlagen. "Es gab keinen Cent Schmiergeld. Dieses Sauwort hat nur der Herr Pilz gegen mich aufgebracht."
Mensdorff-Pouilly soll 2006 auf der Payroll des deutschen Grippemasken-Hersteller Dräger gestanden sein. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Mensdorffs Wiener MPA Handelsgesellschaft soll von dem Medizintechnik-Konzern für "Marktstudien" insgesamt 275.591 Euro bekommen haben. Zur gleichen Zeit erhielt das Unternehmen vom Gesundheitsministerium den Auftrag zur Lieferung von Millionen Grippemasken. Ressortchefin war damals Mensdorffs Ehefrau Maria Rauch-Kallat (V). Sein Anwalt Harald Schuster wies die Vorwürfe gegenüber der APA zurück.














