Kärnten ist auf der Suche nach Technikern
Job-Chancen für Fachkräfte so groß wie noch nie, meint die Industrie. Neuer Studienzweig an Uni.

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Unter den jetzigen Bedingungen würde Infineon sich wohl nicht für einen Kärntner Standort entscheiden. "Es gibt hier einfach zu wenig Techniker und Ingenieure", bemängelt Florian Michl von Infineon. "Das war vor 20 Jahren anders. Heute müssen wir Fachkräfte aus dem Ausland anwerben."
Dass es zu wenig Techniker in Kärnten gibt, beanstanden auch Otmar Petschnig, Präsident der Industriellenvereinigung, und Mario Huemer, Dekan der Fakultät für Technische Wissenschaften der Uni Klagenfurt. "Die jungen Leute gehen weg aus Kärnten, studieren in Wien oder Graz und kommen meist nicht mehr zurück", sagt Huemer, der mit dem neuen Studienzweig "Wirtschaftsingenieurwesen" dem Negativtrend entgegenwirken möchte. "Dabei haben solche Fachkräfte auf dem Kärntner Arbeitsmarkt Chancen wie schon lange nicht mehr", sagt Petschnig. Schließlich gäbe es an die 1000 offene Stellen, die zu zwei Drittel technisch orientiert seien. "Doch es gibt nicht genügend Fachkräfte", merkt der Präsident der Industriellenvereinigung an.
Mit einer internationalen Schule für Kinder von Infineon-Angestellten, Forscherlabor in Kindergärten und Experimentierboxen in Volksschulen ergreift man zum Beispiel die Initiative. "Auch Frauen müssen verstärkt für die Technik begeistert werden", sagt Huemer. An der Uni Klagenfurt sind nur rund ein Viertel der Technik-Studenten weiblich. Bei Infineon sei der Frauenanteil mit 16 Prozent verschwindend klein.














