Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
22. Mai 2013 02:22 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
 
Die AUA will wieder wachsen Cameron will "eigenes Haus" in Ordnung bringen Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wirtschaft Nächster Artikel Die AUA will wieder wachsen Cameron will "eigenes Haus" in Ordnung bringen
Zuletzt aktualisiert: 31.05.2012 um 20:55 UhrKommentare

Darf es noch ein bisschen weniger sein?

Die Facebook-Aktie schmierte um schmerzhafte 28 Prozent ab, ein Rückfahr-Ticket war im riskanten Unterfangen nicht inkludiert. Der große Bruder wankt - und nun geht die Angst vor einem Flächenbrand um: Weitere Börsengänge von Internet-Unternehmen wurden bereits angehalten. Von Thomas Golser.

Mark Zuckerberg, momentan wohl eher zum Nachdenken zumute...

Foto © AP/Time MagazineMark Zuckerberg, momentan wohl eher zum Nachdenken zumute...

"Mark listed FB on NASDAQ" - so lautete am 18. Mai der euphorische Facebook-Eintrag, mit dem Mark Zuckerberg ein ganz neues Kapitel im "Ges(ch)ichtsbuch" dokumentieren wollte. Seither ist die zuvor zum fürstlichen Preis von 38 Dollar an die willige Kundschaft ausgegebene Aktie abgeschmiert: Eine Ohrfeige, die man weltweit vernimmt. "World Wide Waterloo" für einen bislang vom Erfolg hofierten Emporkömmling, der hemdsärmeliger Geburtshelfer der "Generation Facebook" war. Nun regiert Gevatter Ratlosigkeit.

Katzenjammer als Dauergast

Nach dem Höhenrausch schaute der Katzenjammer als ungeladener Besucher vorbei - und mittlerweile wurde er zum Dauergast: Nicht einmal 28 Dollar ist das Papier des sozialen Netzwerks aktuell noch wert - das sind minus 28 Prozent seit dem Start: an der Börse ein Rohrkrepierer sondergleichen, ein Fakebook. 901 Millionen mitteilsame Seelen, für die in vielen Fällen nur ein Tag mit Facebook auch ein guter ist, hin oder her. Allzu laut sollte die Empörung bei all den Investoren aber nicht ausfallen, denn: Der Absturz fällt zwar denkbar heftig aus, kam aber so unerwartet nun auch wieder nicht. Der Ruf, doch endlich "die Schuldigen" ans Messer zu liefern, ist so aussichtslos wie überflüssig: Wer auf diesen Zug aufsprang, buchte das Rückfahr-Ticket nicht automatisch mit.

Fotoserie: Mark Zuckerberg im Foto-Porträt

Ein riskantes Produkt wird nicht versichert durch den Hype, der damit einhergeht. Die Aktie wurde ja schon im Vorfeld vergoldet, doch Facebook ist - wenigstens an der Börse und zumindest bislang - ein überdimensionierter, etwas künstlich schmeckender, blau gefärbter Bubble-Gum. Angeliefert direkt aus der Zentrale im Silicon Valley, aufgeblasen von weltumspannender Anhängerschaft, fetten Werbeeinnahmen daraus - und vor allem: viel heißer Luft. Und: basierend auf zu vielen Unbekannten. Interessant wird nun in weiterer Folge, ob das gefallene Zugpferd auch andere mit in Abgründe reißt. Internet-Börsengänge wollen im Moment wohlüberlegt sein - die US-Reisesuchmaschine Kayak z.B. blieb vorerst im Trockendock, will sich nicht auch die Schaltkreise verbrennen.

Ein eigenes Facebook-Smartphone, das man nun präsentieren will, leitete an den Märkten die erhoffte Schubumkehr bislang nicht ein. Ist wohl in Zeiten, in denen neue Geräte im Tagestakt auf den Markt drängen, vielleicht auch nicht mehr der wirkliche "Nachbrenner", den es braucht. Zumindest an der Börse hat Facebook sein Gesicht verloren und etwas eindringlichst bewiesen: Dass, was im Netz glückt und Unsummen in die Kassen spült, muss noch lange nicht in der freien Wildbahn (vulgo Wall Street) funktionieren.

Der Gründer selbst versilberte einen Teil seiner Aktien, brachte über 1,1 Milliarden Dollar in Sicherheit (die Alteigentümer kassierten insgesamt 16 Milliarden Dollar) - verlor dafür aber wohl einige Freunde. Höchst an der Zeit, den "Gefällt mir nicht"-Button einzuführen?

THOMAS GOLSER

KLEINE.tv

Yahoo kauft Tumblr-Blogs

Der bei jungen Leuten beliebte Blog-Dienst Tumblr gehört künftig zu Yaho...Bewertet mit 5 Sternen

 

Wirtschaftsblog

Roman Huber - Foto: Jürgen Fuchs

Kommentiert: Trends und News aus Wirtschaft und Hochfinanz.

 




Forum: Spüren Sie die Krise?

Fotolia: Light Impression

Kleine Zeitung Akademie

Wissen für Leser: Die Kleine Zeitung Akademie bietet Ihnen ein vielfältiges Angebot an Seminaren und Veranstaltungen zu den Themen Journalismus, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Proftieren auch Sie vom Know-how unserer Mitarbeiter!

 

Wirtschaft-Fotoserien

Die Primus-Gala und ihre Gewinner 

Die Primus-Gala und ihre Gewinner

 

Lebe deinen Plan!

Service

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang