Nach Erdbeben: Parmesan wurde billiger verkauft
Vernichteter Balsamico-Essig, beschädigte Parmesan-Laibe: Das Erdbeben in Norditalien vergangene Woche traf das Zentrum der italienischen Landwirtschaft. Am Samstag wurden die beschädigten Käselaibe zu einem billigeren Preis verkauft.

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Das Erdbeben in der norditalienischen Region Emilia Romagna vor einer Woche hat auch massenweise Balsamico-Essig vernichtet. Bei den Erdstößen seien viele Fässer durcheinandergeworfen worden, ausgelaufen oder kaputt gegangen, teilte die Genossenschaft Aceto Balsamico di Modena am Samstag mit. Die Verluste lägen nach ersten Schätzungen bei bis zu 15 Millionen Euro. Die Hersteller der Region müssen schon den Verlust von Hunderttausenden Parmesan-Rädern verkraften, die das Beben beschädigt hat.
Vor allem im Norden von Modena sei der Essig betroffen. Balsamico muss viele Jahre lagern und wird dabei immer dickflüssiger. Besonders wertvoller Balsamico kann den Angaben zufolge zwischen 500 und 1.500 Euro pro Liter kosten. Die Hersteller hätten versucht, zu retten, was zu retten ist, hieß es. Doch die Aktionen seien erschwert worden, weil der Essig oft auf Dachböden alter Häuser lagere, die besonders anfällig sind für Beschädigungen und Risse.
Giorgio Apostoli von der landwirtschaftlichen Vereinigung Coldiretti sagte, er schätze, dass etwa fünf Prozent des Balsamicos in der Region bei dem Beben vernichtet wurden. "Es ist nicht so, dass es keinen Balsamico mehr gibt." Der Aceto Balsamico di Modena ist als geografische Herkunftsangabe geschützt und darf nur in der Region hergestellt werden.
Millionenschäden hatte das Beben auch beim Parmesan angerichtet, der ebenfalls aus dem betroffenen Gebiet kommt. Am Samstag wurden die beschädigten Käselaibe zu einem billigeren Preis verkauft.
Die Provinzen Modena, Ferrara, Bologna und Mantua waren vor einer Woche von dem Beben der Stärke 6,0 erschüttert worden.
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Papst hilft Opfern
Papst Benedikt XVI. hilft den Erdbebenopfer in der norditalienischen Region Emilia Romagna mit 100.000 Euro. Das Geld werde über den für humanitäre Hilfsaktionen zuständigen Päpstlichen Rat Cor Unum bereitgestellt, teilte der Vatikan am Samstag mit. Die Geldgabe solle auch die große Anteilnahme des Papstes ausdrücken. In dem Gebiet verbrachten erneut Tausende Menschen die Nacht in Notunterkünften. Etwa 7.000 Menschen haben kein Dach mehr über dem Kopf.














