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    Zuletzt aktualisiert: 18.05.2012 um 16:09 UhrKommentare

    PC-Hersteller HP könnte bis zu 30.000 Jobs streichen

    Tablets und Smartphones machen dem PC-Riesen Hewlett Packard enorm zu schaffen. Das Geschäft mit dem klassischen Personal Computer schwächelt. Der Konzern plant offenbar durch Job-Streichungen eine deutliche Kostensenkung an allen Standorten weltweit.

    Foto © AP

    Beim weltgrößten PC-Hersteller Hewlett-Packard könnten laut US-Medienberichten bis zu 30.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Betroffen wäre damit nahezu jeder Zehnte der 349.000 Mitarbeiter. Ziel der Streichungen sei eine deutliche Kostensenkung und eine Anpassung der Konzernstrategie an die schwächelnde PC-Nachfrage. Es wird erwartet, dass die Pläne am kommenden Mittwoch vorgestellt werden, wenn HP seine Zahlen für das zweite Finanzquartal präsentiert. HP beschäftigt in Österreich rund 850 Mitarbeiter. Die Nachrichtenagentur Bloomberg sprach am Donnerstag von 25.000 Jobs, das "Wall Street Journal" (WSJ) von 25.000 bis 30.000. Die "New York Times" (NYT) zitierte einen namentlich nicht genannten HP-Manager mit den Worten, die seit September an der Spitze von HP stehende Vorstandschefin Meg Whitman versuche, "ein neues Unternehmen zu bauen".

    Alle Standorte weltweit betroffen

    Die Streichungen sollen mit Ausnahme des Wachstumsmarkts China alle Länder betreffen, in denen HP aktiv ist. Ein Schwerpunkt liegt laut Bloomberg mit 10.000 bis 15.000 Stellen im Geschäft mit Service-Leistungen für große Unternehmen. Das Blog "All Things Digital" berichtete, die Zahlen seien noch nicht endgültig. Einem Teil der Mitarbeiter solle ein freiwilliges Ausscheiden vorgeschlagen werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

    Bei HP Österreich wollte man zu den Berichten am Freitag keine Stellungnahme abgeben. Es handle sich dabei um ein "Marktgerücht, das wir derzeit nicht kommentieren", sagte eine Sprecherin zur Austria Presse Agentur. Die rund 850 HP-Mitarbeiter seien in allen fünf Geschäftsbereichen des IT-Konzerns tätig, nähere Angaben wollte die Sprecherin nicht machen. Die Österreich-Zentrale des PC-Herstellers befindet sich in Wien, außerdem unterhält das Unternehmen Servicestellen in Oberösterreich und der Steiermark. Konzernchefin Whitman hatte erst im März die Einbindung des schwächelnden Druckergeschäfts in die PC-Sparte angekündigt. Damit entsteht ein neuer Super-Geschäftsbereich mit einem jährlichen Umsatz von mehr als 65 Mrd. Dollar. Damals machte HP keine Angaben zu einem möglichen Stellenabbau, sondern sprach nur von "Möglichkeiten für Kostensenkungen".

    Ausrichtung auf andere Geschäftsfelder

    Im vergangenen Jahr hatte der Konzern nach Wochen der Unsicherheit den radikalen Plan des damaligen deutschen Konzernchefs Leo Apotheker verworfen, den PC-Bereich abzuspalten. Die Idee, auf das deutlich renditestärkere Geschäft mit Software und Dienstleistungen zu setzen und dafür jährlich 40 Milliarden Dollar Umsatz abzuspalten, war an der Börse schlecht angekommen. Als der Aktienkurs dahinschmolz, musste Apotheker gehen. Die frühere Ebay-Chefin Whitman machte den Plan schließlich rückgängig. Zugleich versprach sie eigene Veränderungen, um HP wendiger zu machen. Zu den Schwerpunkten sollen künftig vor allem Angebote für das Cloud Computing, also für den Bezug von IT-Diensten aller Art aus Großrechenzentren im Netz, sowie die IT-Sicherheit gehören.

    HP macht der schwache PC-Markt zu schaffen - das Geschäft mit klassischen Personal Computern wächst kaum, während der Absatz der Smartphones und Tablets boomt. In diesem Markt ist Hewlett-Packard aber gar nicht mehr vertreten, während Rivalen wie Apple oder Samsung das Rennen machen: Apotheker stellte das wenig erfolgreiche Geschäft mit mobilen Geräten mit dem Betriebssystem WebOS im vergangenen Sommer ein. Zudem ist die weltgrößte Druckersparte von HP nicht mehr die verlässliche Geldmaschine von einst.


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