"Hipp sucht Einklang mit der Schöpfung"
Babynahrungserzeuger Claus Hipp spricht im Kleine Zeitung-Interview über Geschmäcker, Nachhaltigkeit und Gewinne.

Foto © KKBabynahrungserzeuger Claus Hipp über Nachhaltigkeit
Hipp gibt es jetzt auch für Erwachsene. Ihr Lieblingsglas?
CLAUS HIPP: Aprikose mit Apfel. 20 Prozent unserer Babynahrung verzehren Erwachsene.
Wie viele Babys ernähren Sie?
HIPP: In Deutschland erzeugen wir täglich 1,5 Millionen Hipp-Gläser und ernähren 70 Prozent der Babys. In Österreich detto.
Lassen Sie Babys testen?
HIPP: Wir lassen Kinder testen, entscheidend sind die Mütter.
Und die Geschmäcker?
HIPP: Karottenbrei führt in Deutschland und in Österreich, in Ungarn hingegen Kürbis.
Wie garantieren Sie den Müttern absolut gesunde Babykost?
HIPP: Wir produzieren in vierter Generation mit dem Prinzip beste Qualität zum besten Preis. Wir geben für Qualitätssicherung gleich viel aus wie für Werbung. Die Erzeugnisse müssen im Einklang mit der Schöpfung stehen. Wir machen seit 50 Jahren biologischen Landbau.
Hipp ist der größte Bio-Verarbeiter weltweit mit 6000 Bauern und 15.000 ha Anbaufläche. Wie wehren Sie Gentechnik ab?
HIPP: Wir waren von Anfang an gegen den Irrweg in der Landwirtschaft. Die grüne Gentechnik ist ein Eingriff in die Schöpfung. Pflanzen halten dadurch mehr Spritzmittel aus, das schädigt das Bodenleben. Wir sind froh, dass sich Österreich sehr strikt verhielt, weshalb wir hier sehr viele Rohstoffe einkaufen.
Der US-Genmais-Erzeuger Monsanto ist Monopolen nahe.
HIPP: Das ist für die Bauern doppelt so schlimm. Billiger nicht.
Wie den Welthunger stillen?
HIPP: Den Landwirtschaften in Hungergebieten helfen, auf natürliche Weise Erfolg zu haben.
Ihre 2000 Mitarbeiter schaffen 500 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Wie hoch sind die Gewinne?
HIPP: Wir sind ein Familienbetrieb und wirtschaften positiv.














