Neuer Infineon-Vorstand: Mehr als ein Quoten-Mann
Chefredakteuer-Stellvertreter Adolf Winkler in seiner Kolumne "Chefetage" über Oliver Heinrich, der den Vorstand von Infineon Austria verstärkt und über Villach, wo man für neue strategische Konzernthemen gerüstet ist.

Foto © KKOliver Heinrich
Die rund 4500 Beschäftigten der Infineon Technologies Austria AG haben ab Juli wieder ein Triumvirat an der Spitze. Neben Monika Kircher-Kohl und Sabine Herlitschka wird Oliver Heinrich neu in den Vorstand in Villach einziehen. "Ich bin sehr froh darüber, denn es war unsere Absicht, dass wir und im Vorstand verstärken und verjüngen", so Kircher-Kohl. Der in Ruhestand tretende Reinhard Petschacher ist operativ bereits mit Jahreswechsel ausgeschieden.
Kircher-Kohl selbst sitzt seit zwölf Jahren am Infineon-Steuerruder und zählt zu den längstdienenden Industrie-Vorständen in Österreich. Seit fünf Jahren vereint sie auch die Funktionen der Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstandes. Finanzvorstand wird nun Heinrich, Herlitschka ist für Technik und Innovation zuständig.
"Mit Oliver Heinrich arbeiten wir seit Jahren eng zusammen, da gibt es ein gewachsenes Vertrauensverhältnis", berichtet Kircher-Kohl. Der gebürtige Hesse aus Flörsheim/Main war Prokurist im Dresdener Infineon-Werk und kaufmännischer Leiter des Infineon Frontend Verbundes. Er war damit auch für das Controlling von vier Werken in Europa und Asien zuständig. Heinrich ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er wird auch nach Kärnten übersiedeln.
Ein Hintergrund der Besetzung ist, dass die Konzernspitze in München hohes Vertrauen in die von Villach aus entwickelten globalen Projekte hat. "Mit der Verstärkung haben wir noch mehr Unterstützung für strategische Konzernthemen", so Kircher-Kohl. Erst Anfang März war in Villach die Produktionshalle für die bahnbrechenden 300-Millimeter-Wafer eröffnet worden. Ende Mai kommt eine weitere Halle für Forschung und Entwicklung dazu.














