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    Zuletzt aktualisiert: 21.03.2012 um 22:12 UhrKommentare

    Stronach-Partei wird konkret

    Bei der Nationalratswahl 2013 will der Austro-Kanadier mit einer eigenen Partei antreten. Seine Pläne u.a.: Er will Beamte bei Gehaltsverzicht nach Hause schicken.

    Foto © APA

    Magna-Gründer Frank Stronach befürchtet angesichts des Sparpakets Schlimmes: "Es hat den Anschein, dass man in Österreich versucht, einen Klassenkampf zu provozieren", wettert der Austro-Kanadier in einem Interview in der ersten Ausgabe des Kleine Zeitung-Wirtschaftsmagazins PRIMUS. Stronach befürchtet aufgrund der Steuerpläne der Regierung eine Flucht von Unternehmen und Managern aus Österreich.

    "Das jetzige System behindert das Wachstum, statt es anzuregen", kritisiert Stronach und erneuert daher seine Forderung nach einem vereinfachten Steuersystem samt 20-prozentiger Flat Tax und einer Mitarbeiterbeteiligung auf unternehmerischer Seite.

    Auch die anderen Eckpunkte seines "Reformpakets" für Österreich skizziert Stronach im PRIMUS. So fordert er eine Verschlankung des Verwaltungsapparats - hinterlegt mit einem kurios anmutenden Modell: Beamte sollten jedes Jahr um fünf Prozent weniger Gehalt bekommen, "aber bitte zu Hause bleiben und einen Job in der Privatwirtschaft suchen". Bei erfolgreichem Neustart will Stronach eine einmalige Prämie auszahlen. Zudem drängt der gebürtige Steirer auf eine Eindämmung der Gesetzesflut und ein Zurückdrängen des Einflusses von Kammern, Gewerkschaften, Banken und Bünden. Diese Institutionen würden sich derzeit alles untereinander ausmachen, schimpft der Industrielle über eine "Scheindemokratie" in Österreich.

    Sie aufzubrechen, ist Ziel einer eigenen Partei, mit der Stronach bei der Nationalratswahl 2013 antreten will. Noch sucht er nach Sympathisanten, die seinen Forderungskatalog mittragen. Das Anforderungsprofil ist angesichts der Budgetrealitäten fast unerfüllbar. Politiker seiner Partei müssen nämlich einen Ehrenkodex unterzeichnen, in dem sie sich verpflichten, keine neuen Schulden mehr zu machen. Und wenn doch? "Dann müssen sie zurücktreten", so Stronach im PRIMUS.

    Donnerstagabend referiert und diskutiert Stronach an der Grazer Karl-Franzens-Universität unter anderem mit Wirtschaftskammer-Präsidenten Josef Herk über das Thema Mitarbeiterbeteiligung (18.30 Uhr, Resowi-Zentrum).

    KLAUS HÖFLER

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