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    Zuletzt aktualisiert: 09.03.2012 um 21:57 UhrKommentare

    Die Stunde der neuen Gastgeber

    Mit dem neuen Kärntner Tourismusgesetz können Hoteliers und Unternehmer selbst über die Tourismusabgabe in den Regionen bestimmen. Aber wollen sie das? Die ersten Urabstimmungen werden es zeigen.

    Foto © APA

    Unternehmer und Manager halten große Stücke vom neuen Kärntner Tourismusgesetz. "Kärnten kann damit aufholen. Vorausgesetzt, die Unternehmer engagieren sich", hofft der Villacher Tourismusberater Manfred Kohl.

    Er ist nicht der Einzige, der seine Zweifel hegt, ob sich genügend Unternehmer finden werden, die die Verantwortung in privaten Tourismusverbänden übernehmen wollen. "Die ,Lei losn'-Qualität, die die Kärntner Gastgeber sympathisch macht, ist jetzt nicht gefragt", konstatiert Kohl. "Wenn sie die Chance jetzt nicht ergreifen, die Tourismusbelange selbst zu gestalten, werden sie in der Öffentlichkeit den Kredit verspielen."

    Demnächst, im Frühsommer, sind die Touristiker in jenen 47 Kärntner Gemeinden, die mehr als 50.000 touristische Nächtigungen schaffen, zur Urabstimmung aufgerufen - es wird auch eines der Gesprächsthemen auf der am Samstag startenden "Gast"-Messe in Klagenfurt.

    In der Wahlkabine können die Unternehmer entscheiden, ob sie private - von der Gemeinde losgelöste - Tourismusverbände gründen und damit die Gelder selbst einsetzen wollen. Stimmberechtigt sind alle, die Ortstaxe und Tourismusabgabe zahlen. Es entscheidet die absolute Mehrheit. Kohl sagt: "Wenn wir die Dynamik von Tirol und Salzburg vergleichen, die den Tourismus längst privatisiert haben, gibt es in Kärnten enormen Aufholbedarf. Unternehmer müssen Flagge zeigen."

    Info-Roadshow

    Experten sind der Meinung, dass sie dort, wo der Tourismus eine zentrale Rolle spielt, das Heft in die Hand nehmen wollen. In kleineren Gemeinden besteht die Tendenz, nichts zu verändern. Es war ja bisher so bequem.

    Auf jeden Fall besteht noch jede Menge Informationsbedarf. Dieses Vakuum soll nun mit einer Roadshow der Wirtschaftskammer, die ihre Unternehmer in vier Veranstaltungen in den Regionen informieren möchte, gefüllt werden. Vonseiten des Landes werden Hannes Slamanig (Tourismus Netzwerk) und Bürgermeister Herbert Gaggl (Moosburg) auf Aufklärungs-Tour geschickt. "Es wird flächendeckende Informationen geben, um Unwissenheit, Ängste und Befürchtungen abzubauen", verspricht Evelin Schaller-Siutz, die mit Ex-Landesrat Josef Martinz am neuen Tourismusgesetz gefeilt hat. Neben dem großen Vorteil, dass jetzt Unternehmer selbst entscheiden können, wie ihr Steuergeld eingesetzt wird, sieht Schaller-Siutz auch eine Verwaltungsvereinfachung im neuen Gesetz. "Erstmals hebt das Land die Tourismusabgabe ein und nicht fünf verschiedene Stellen." Bisher kostete die Verwaltung von 17 Millionen Tourismusabgabe 850.000 Euro, das soll es dann um die Hälfte geben. Auch das Betteln um Tourismusgelder soll ein Ende haben.

    Groß statt zersplittert

    Dass private Verbände nicht der Weisheit letzter Schluss sind, auch nicht die Zersplitterung von Kärnten in 13 Regionen, wissen Experten. Verbände sollten sich zu größeren Einheiten zusammenschließen oder Aufgaben mitsamt dem Budget an Regionen delegieren.

    Aber es gibt auch andere Beispiele: Klagenfurt will, statt sich der Region Wörthersee anzuschließen, eine 14. Region bilden.

    ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

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