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Zuletzt aktualisiert: 02.03.2012 um 19:08 UhrKommentare

"Keine Sorge! Der Euro ist stabil"

Experte Franz Nauschnigg konnte unseren Lesern in der Kleinen Zeitung Telefonstunde die Sorgen um ihr Erspartes nehmen. "Der Euro ist eine sichere und stabile Währung", so Nauschnigg.

Experte Franz Nauschnigg

Foto © HoffmannExperte Franz Nauschnigg

Wie schaut's mit unserem Euro aus? Da geht ja alles Drunter und Drüber; eine Lösung ist nicht so schnell in Sicht. Und die Spareinlagen werden auch täglich weniger?

Theresia Kreuzer, Oberwölz

FRANZ NAUSCHNIGG: Wir haben derzeit eine Banken- und Staatsschuldenkrise. Davor schützt uns der Euro nicht, der schützt uns vor Währungskrisen. Jetzt sind wir schon auf einem guten Weg; es sollte uns gelingen, die Krise in den nächsten Jahren zu bewältigen. Und die Spareinlagen: Sie haben eine niedrige Verzinsung, das stimmt. Aber, das ist ja das Ziel, dass die Verzinsung niedrig ist, in Zeiten wo die Konjunktur nicht so gut läuft. Weil Leute das Geld dann eher ausgeben, als sparen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Darum hat das Eurosystem die Zinsen gesenkt.

Ich mache mir Sorgen um mein Geld, ich habe zwar nicht viel zusammengespart. Aber trotzdem: Wie sicher ist das Geld? Anna Lebenhofer, Dietersdorf

NAUSCHNIGG: Ihr Geld ist sicher, wir haben in Österreich auch eine Einlagensicherung für Banken, wo der Staat für 100.000 Euro garantiert, bisher sind die Leute nicht um ihr Geld umgefallen. Auf der Bank kriegen Sie Zinsen für Ihr Geld, wenn Sie sich binden, mehr Zinsen. Der Euro ist eine sichere und stabile Währung.

Man muss sich wirklich Sorgen machen um das Ersparte. Das Geld wird ja immer weniger wert? Eva Lindemann, Feldbach

NAUSCHNIGG: Sie machen sich Sorgen, dass es zu einer Geldentwertung kommt! Da kann ich Sie beruhigen. Das Eurosystem, also die Europäische Zentralbank und die Nationalbanken, haben die Aufgabe, die Inflation zu bekämpfen und sind mit dieser Aufgabe bis jetzt sehr erfolgreich, die Inflationsrate, seit wir den Euro haben, ist bei 1,95 Prozent im Durchschnitt. Wir im Eurosystem wissen, wie wir die Inflation bekämpfen. Da haben wir alle Instrumente mit Zinserhöhung; wenn die Inflation wirklich höher werden würde, würden wir nicht zögern, dagegen vorzugehen, das ist unsere Hauptaufgabe als Eurosystem.

Bei den Kleinen heißt's immer sparen; die Großen verprassen das Geld. Martha Wendl, Graz

NAUSCHNIGG: Wir haben schon hohe Staatsschulden und deshalb sollten wir schon sparen, aber es sollte ausgewogen gespart werden. Sparen ja, aber das gerecht. Da geb' ich Ihnen recht.


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