Bausparprämie wird schon im April halbiert
Das Sparpaket wird derzeit in Gesetze gegossen. Für Bausparer und die Zukunftsvorsorge wird's härter als gedacht. Der staatliche Zuschuss wird schon heuer halbiert.

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Das von der Regierung präsentierte Sparpaket wird derzeit in Gesetze gegossen. Die Gesetzesentwürfe liegen bereits vor. Und die zeigen, dass die Einschnitte bei Bausparern und staatlich geförderter Zukunftsvorsorge tiefer gehen als zunächst geplant. Bei beiden Anlageformen wird - wie bereits berichtet - der staatliche Zuschuss halbiert, und zwar schon ab Anfang April. Zudem gilt diese Halbierung auch bei der Zukunftsvorsorge unbefristet, ursprünglich war eine Befristung bis 2016 in Aussicht gestellt worden. Was bedeuten die Maßnahmen für die rund 5,2 Millionen Bausparer und 1,5 Millionen Inhaber einer Zukunftsvorsorge in Österreich? Ein Überblick.
Auswirkungen. Bis Ende März beträgt die Bausparprämie noch drei Prozent der Eigenleistung, danach sind es 1,5 Prozent. Gefördert werden wie bisher Einzahlungen von bis zu 1200 Euro im Jahr (100 Euro im Monat). Künftig liegt die Bandbreite der Bausparförderung bei 1,5 bis vier Prozent, derzeit sind drei bis acht Prozent möglich. Der Prozentsatz richtet sich nach dem allgemeinen Zinsniveau und wird jährlich festgelegt.
Laufende Verträge. Die Halbierung gilt auch für laufende Verträge. Wer einen laufenden Bausparvertrag hat und heuer bereits eingezahlt hat, erhält für das Gesamtjahr einen festgelegten Durchschnittszinssatz von 1,875 Prozent.
Ausstieg. Um den Bausparkassen eine Anlegerflucht zu ersparen, wurde die ursprünglich geplante Möglichkeit, aus ab 2010 abgeschlossenen Verträgen wieder auszusteigen, ohne die bisher kassierten staatlichen Prämien zurückzuzahlen, wieder gestrichen. Konsumentenschützer wie Walter Hager vom VKI raten von einem Ausstieg ab, weil auch ein Verwaltungskostenbeitrag zu bezahlen ist.
Zukunft des Bausparens. Beim VKI geht man davon aus, dass die Bausparkassen jetzt von sich aus an den Konditionen drehen, um den Bausparer, der zu den beliebtesten Anlageformen zählt, weiter attraktiv zu halten.
Zukunftsvorsorge. Bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge erfolgen die Einschnitte ebenfalls schon heuer. Für 2012 geleistete Eigenbeiträge soll der Prozentsatz der Förderung statt bisher 8,5 Prozent nur mehr 4,25 Prozent ausmachen. Diese Höhe ergibt sich aus der künftig ebenfalls halbierten Basisförderung der Zukunftsvorsorge (2,75 statt 5,5 Prozent) plus der neuen Bausparprämie von nur mehr 1,5 Prozent.
Kritik. Hartwig Löger, Vorstandschef von Uniqa Österreich, sieht die Kürzungen naturgemäß kritisch. Langfristig sei das staatliche Pensionsniveau nicht zu halten, daher seien Einschnitte bei der privaten Vorsorge "politisch nicht vertretbar". Insgesamt sieht er bei der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge "ohnehin Reformbedarf".















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