Kein Urteil im Lyoness-Prozess
Zwei Ex-Manager der Einkaufsgemeinschaft sollen 1,5 Millionen Euro auf Privatkonto überwiesen haben. Der Prozess wurde vertagt. Weitere Zeugen werden geladen.

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Ohne Urteil hat am Donnerstag am Landesgericht Klagenfurt ein Prozess wegen Untreue und Geldwäsche gegen zwei Ex-Manager der Einkaufsgemeinschaft Lyoness mit Sitz in Graz geendet. Die Staatsanwaltschaft warf den Kärntnern (47 und 45) vor, sich unberechtigt 1,5 Millionen Euro ausgezahlt zu haben. Die Angeklagten gaben an, es habe sich um vereinbarte Provisionen gehandelt. Der Prozess wurde vertagt, um weitere Zeugen zu hören.
Der Erstangeklagte war Geschäftsführer der Lyoness-Tochter in Italien. Von Anfang an sei ein Fixum von 7.000 Euro, Spesenersatz sowie eine Umsatzbeteiligung vereinbart gewesen, erklärte er. Schriftlich sei diese Vereinbarung aber nicht festgehalten worden. Mit seinem Partner habe Lyoness-Chef Hubert Freidl eine ähnliche Vereinbarung getroffen. Als die Geschäftsbeziehung zwischen Lyoness und den zwei Angeklagten Mitte 2011 zu Ende ging, überwies der 47-Jährige die 1,5 Millionen auf ein Privatkonto. Freidl habe der Zahlung "letztlich zugestimmt", so der Angeklagte. Laut Freidl hätten die Angeklagten aber "kein zufriedenstellendes Betriebsergebnis" erwirtschaftet. Daher habe man sich von ihnen getrennt. Das Fehlen der 1,5 Millionen Euro sei erst nach dem Ausscheiden der beiden aufgefallen, so Freidl.
Parallel zum Strafverfahren hat die Staatsanwaltschaft Klagenfurt aufgrund einer Anzeige ein Ermittlungsverfahren gegen Lyoness aufgenommen. Hauptvorwurf: Lyoness sei ein illegales Gewinnerwartungssystem - also ein Pyramidenspiel.















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