Amalienhof: 140 Mitarbeiter packen die Koffer
Umzug der Landesgesellschaften in den Amalienhof steht kurz bevor. Nicht alle sind begeistert.

Foto © JustDenkmalgeschützter Amalienhof
Die 140 Mitarbeiter der Kärntner Landesgesellschaften packen schön langsam ihre Koffer. In einem Jahr soll der Umbau des Amalienhofes in Klagenfurt zum "Haus der Wirtschaft" abgeschlossen sein, dann warten auf die Landesgesellschaften Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF), Entwicklungsagentur Kärnten (EAK), Kärnten Tourismusholding (TIK), Kärnten Werbung und Kärntner Landesholding die Umzugswagen. Die Lieblingsidee des Finanzreferenten Harald Dobernig: aus dem denkmalgeschützten Haus am Völkermarkter Ring ein Domizil für alle Landesgesellschaften zu schaffen und so die landeseigene Liegenschaft optimal zu nützen. Die Planung liegt in den kreativen Händen von Architekt Reinhold Wetschko.
Wenn auch die Vernunft über die Zusammenführung und die zu erwartenden Synergien bei den meisten Geschäftsführern siegt, so hält sich die Begeisterung bei manchen dennoch in Grenzen. Christian Kresse, Chef der Kärnten Werbung, bedauert, dass die Kärnten Werbung vom Zentralraum Velden in die Landeshauptstadt ziehen muss. "Für die Kärnten Werbung kommt die Miete im Amalienhof erheblich teurer", betont Kresse, der den unterzeichneten Vertrag von seinem Vorgänger Werner Bilgram geerbt hat. Was ihn besonders stört: "Zwei Stiegenhäuser teilen die Kärnten Werbung in drei Blöcke." Dass alle Landesgesellschaften auf kurzem Weg erreichbar sind und sich dadurch Kommunikationswege verkürzen, sei allerdings von Vorteil.
Parkplatzsorgen
Sabrina Schütz, Geschäftsführerin der EAK, logiert mit ihren 25 Mitarbeiterinnen derzeit im Gewerbepark in der Primoschgasse. Im eigenen Gebäude ist bislang keine Miete angefallen. "Wir werden die frei werdenden Räumlichkeiten vermieten", sagt Schütz. Praktisch findet sie, dass alle Ansprechpartner im KWF dann auf Rufweite sein werden, was Besprechungen mit möglichen Interessenten erleichtern wird. "Es ist logisch, dass die Landesgesellschaften unter einen Hut gebracht werden, wenn man schon ein Gebäude hat", sieht sie die positiven Seiten der Zusammenführung im "Haus der Wirtschaft", hofft aber, dass das "Parkplatzproblem irgendwie gelöst wird".
Auch die TIK, muss ihre historischen Räumlichkeiten im Stadtzentrum aufgeben. Geschäftsführer Reinhard Zechner wertet den Umzug durchaus positiv. "Davon können alle nur profitieren", sagt er und verweist auch auf die Synergien, die sich durch eine gemeinsame Telefonzentrale, Einkauf und Verrechnung, die Nutzung der technischen Geräte und Räumlichkeiten ergeben. Zechner: "Jetzt zahlen die meisten an Fremde Miete, so bleibt die Wertschöpfung im Haus."
Die Investition von 6,2 Millionen Euro in den Amalienhof sollte sich laut Dobernig in acht Jahren amortisieren. Er kennt die Vorbehalte gegen den Umzug: "Ich verstehe, dass jeder gerne allein geblieben wäre, aber hier geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten." Er werde sich bemühen, dass schlussendlich alle zufrieden seien. Eine Tiefgarage im Innenhof soll das Parkplatzproblem lösen.















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