Vorerst gibt's Entwarnung bei Schlecker
Bei Schlecker Österreich wird die Ware knapp, vor allem die Eigenmarken. Dennoch: Die heimischen Filialen bleiben, die Gehälter sind gezahlt. Seit der Insolvenz gehen die Geschäfte schlechter.

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"For you. Vor Ort." Der neue Schlecker-Slogan, eingeführt 2011, sollte ein bisschen internationales Flair, aber auch Nachbarschaftlichkeit verbreiten. Jetzt hat er sich selbst ad absurdum geführt.
"Vor Ort" ist nämlich nicht mehr viel. Etliche Regalplätze in den österreichischen Filialen sind leer, die Ware wird knapp. Auffallend häufig sind Produkte der Schlecker-Eigenmarken AS und Ril ausgegangen. Ein Lokalaugenschein in einer Klagenfurter Filiale zeigt: es fehlen parallel etwa das Waschmittel, das Fleckensalz, das Spülmittel Apfel, der Kalkreiniger, die Wattestäbchen und, und, und. Wer kommt, konsumiert in einer Atmosphäre wie kurz vorm finalen Abverkauf. Da nützen auch die hölzern formulierten Aktionen wie "Mittwochs-Knüller" und "Baby günstig" nichts. Gut gefüllt sind einzig die Körbe mit den Grabkerzen. Ein schlechtes Omen.
Krisensitzung
Die Verkäuferin hat dennoch nichts zu beklagen. "Ich vertraue darauf, dass man uns früh genug von einer etwaigen Auflösung informiert." Sie weiß: "Hier hat man schon vor zehn Jahren verabsäumt, das Konzept an die Zukunft anzupassen. Wie beim Drogeriemarkt, wo die angenehme Atmosphäre den Kunden dazu animiert, mehr zu kaufen, als er braucht."
Kraft spendet ihr in diesen Tagen ihre - ältere - Stammklientel. "Zwar ist seit der Insolvenz merklich weniger los. Aber manche kommen aus Mitleid öfter, weil sie helfen wollen."
Reicht das? Seit der Krisensitzung in Wien am Dienstag Nachmittag ist klar: ja, vorerst. "Erst einmal werden die aktuellen Gehälter pünktlich ausgezahlt. Das beweist, dass das Unternehmen voll zahlungsfähig ist", sagt Martin Panholzer, der für die Gewerkschaft bei der Sitzung dabei war. Außerdem würden keine Filialen geschlossen. Schlecker Österreich soll als eigenständige Gesellschaft fortgeführt werden und sei vom Insolvenzverfahren in Deutschland nicht betroffen. Heißt es. Und die Ware? Panholzer weiß von den Problemen, aber "ab sofort ist die Belieferung wieder gesichert".
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Neben rund 7.000 Läden in Deutschland hat Schlecker in Österreich, Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien, Polen und Portugal insgesamt circa 3.000 Filialen.















