Steiermark verzeichnet bestes Nächtigungsergebnis
Erstmals vier Millionen Nächtigungen ausländischer Gäste in der Steiermark. Und: warum es bis März in den Gästebetten rund geht, aber nicht in jeder Kassa.

Foto © FUCHS"Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hat der Tourismus 2011 auf allen Ebenen dazugewonnen." Hermann Schützenhöfer, LH-Stellvertreter, Tourismusreferent
Dieser Plafond muss ein äußerst flexibler sein: Seit Jahren ist im steirischen Tourismus zu hören, dass nach dem Wachstum der letzten Jahre der Plafond erreicht sei. Bloß: Es geht noch immer bergauf, wie die taufrische Gästestatistik 2011 zeigt. Während Tourismus-Hochburgen wie Tirol Gästerückgänge hinnehmen mussten, stieg die Zahl der Gäste in der Steiermark um 3,6 Prozent und die Zahl der Nächtigungen um 1,7 Prozent - haarscharf schrammten die Steirer an der Marke von elf Millionen Nächtigungen 2011 vorbei. "Trotz schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir auf allen Ebenen dazugewonnen", freut sich Hermann Schützenhöfer, als LH-Stellvertreter für Tourismus zuständig.
Ein Gipfel wurde indes bei Gästen aus dem Ausland gestürmt, erstmals gab's mehr als vier Millionen Nächtigungen von internationalen Gästen, die Ankünfte stiegen hier um 5,8 Prozent. "Das passt zu unserer Strategie", so Steiermark-Tourismus-Boss Georg Bliem, "das hohe Niveau bei Inlandsgästen wollen wir halten auf Biegen und Brechen, international wollen wir weiterwachsen."
Gipfelsturm & Kassasturz
Wermutstropfen: Im Dezember kamen zwar wieder mehr Gäste aus dem Ausland in die Steiermark, aufgrund des späten Schnees, und weil die Feiertage ungünstig fielen, kamen sie aber später und blieben kürzer. Rückgänge waren auch bei den Ungarn zu verzeichnen, da dürfte wohl der schwache Forint eine Rolle spielen. Und für die Schweizer, die Österreich zuletzt wieder als Urlaubsland entdeckt haben, "hört unser Land leider noch immer im Zillertal auf", so Bliem.
Für die Energieferien jedenfalls sieht's laut Bliem schon wieder sehr gut aus. "Bis zur zweiten Märzwoche ist die Buchungslage sehr gut." Vor allem, weil die Ferien europaweit gut verteilt seien.
Ein wenig auf die Euphoriebremse tritt Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus: Ertragsmäßig seien die Rückgänge durch die Preisschleuderei ab dem Jahr 2009 "bei Weitem noch nicht wettgemacht".
Features
Fakten
Kalenderjahr 2011: erstmals über 3,3 Mio. Gäste (+3,6 %) und erstmals 10,96 Mio. Übernachtungen (+1,7 %).
Der bisherige Winter
November – Dezember : 402.500 Gäste (+3,4 %) und 1,197 Mio. Übernachtungen (+1,4 %).
Starker Dezember: 235.200 Gäste (+4,1 %) und 743.500 Übernachtungen (+0,3 %).
















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