Moody's prüft Bank Austria-Ratings auf Abstufung
Die Probleme bei der UniCredit wirken sich nun auch auf die Bank Austria aus. Die Ratingagentur Moody´s prüft eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Geldinstitutes, das bereits Kündigungen angekündigt hat.

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Die Ratingagentur Moody's prüft nun auch das A2-Langfrist- und Prime-1-Kurzfrist-Rating für Einlagen und Verbindlichkeiten der Bank Austria auf eine mögliche Abstufung. Diese Entscheidung folge der Ankündigung von Moody's, das eigenständige C-Finanzstärke-Rating (BFSR) der Bank Austria und das A2 Langfrist-Rating der italienischen UniCredit, dem Mutterkonzern der Bank Austria, auf eine Abstufung zu überprüfen, teilte Moody's am Mittwoch mit. Eine Überprüfung zwecks Herabstufung des UniCredit-Ratings hatte die Ratingagentur heute bereits angekündigt.
Die Ratings der Schuldverschreibungen der Bank Austria und der Hybrid-Papiere, die durch BA-CA Finance ausgegeben wurden, wurden ebenfalls zur Überprüfung auf eine Herabstufung gesetzt.
Moody's geht davon aus, dass die Überprüfung der Bank Austria-Ratings abgeschlossen werden kann, sobald die neuen Ratings des Mutterkonzern UniCredit vorliegen werden.
Schwäche der UniCredit
Der Grund, dass sich die Ratingagentur Moody's nun die Überprüfung einige Einstufungen der Bank Austria vornimmt, ist die Veröffentlichung der schwachen Quartalszahlen der UniCredit-Gruppe von Montag dieser Woche und damit zusammenhängend auch die Überprüfung des Kredit- und Langfrist-Ratings des übergeordneten Mutterkonzerns UniCredit, teilte Moody's am Mittwoch weiter mit.
Das C-Finanzstärkerating (BFSR) des italienischen Mutterkonzerns, das einem Baa1 auf der Langfrist-Ratingskala entspreche, diene dabei als Referenzpunkt für die Bewertung der Unterstützung durch den Leitkonzern, das auch in das Langfrist-Rating der Verbindlichkeiten der Bank Austria eingeflossen sei, erläutert die Ratingagentur. Die Überprüfung zwecks Herabstufung der UniCredit habe somit auch die Überprüfung des Langfrist-Ratings der Einlagen und Verbindlichkeiten der Bank Austria nach sich gezogen. Diese würden derzeit von der Unterstützung des Mutterkonzerns im Ausmaß von einem Punkt profitieren. Das Ausmaß der bisherigen Unterstützung könnte nun durch die Herabstufung des eigenständigen Kreditprofils der UniCredit unter Druck geraten.
Wirtschaftlicher Stillstand
Zusätzlich könnten die Ratings der Einlagen und Verbindlichkeiten der Bank Austria unter der zum Stillstand gekommenen wirtschaftlichen Erholung in verschiedenen osteuropäischen Ländern leiden, was in substanziellen und über den Erwartungen liegenden Kreditkosten resultieren könnte. Weiters könnten die Ratings unter einem längeren Zeitraum mit schwachen Erträgen und geringer interner Kapitalgenerierung sowie geschwächter Kapitalisierungsquoten als Resultat wachsender risikogewichteter Vermögensteile leiden.
Auch könnten die Ratings herabgestuft werden, falls Moody's zur Ansicht kommt, dass die systemische Unterstützung für die Bank Austria sich verschlechtert - dies sei aber innerhalb der absehbaren Zukunft unwahrscheinlich, schränkt die Ratingagentur selbst ein.
Gründe, die sich positiv auf die Langfrist-Ratings auswirken könnten, sieht die Ratingagentur derzeit keine. Auch für das Finanzstärke-Rating, das durch einen positiven Ausblick unterstützt wird, kann Moody's nur wenig Aufwärtspotenzial ausmachen.














