Chinesen stecken der ATB ehrgeizige Ziele
Das von Wolong vorgegebene Ziel für den Motorenhersteller ist es, den Umsatz von zuletzt knapp 315 Mio. Euro in fünf Jahren, das Ebitda in drei Jahren zu verdoppeln. Es gelte das Beste aus der "östlichen und westlichen Kultur" zu integrieren.
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SPIELBERG. Wolong? Wo lang? In Spielberg sagen jetzt Jiangcheng Chen und Jianqiao Wang dem alten und neuen ATB-Chef Christian Schmidt, wohin die Reise des Motorenherstellers auf dem Weltmarkt künftig geht. Dass die Herren aus China die Drehzahl in der Gruppe, und damit auch in Spielberg, ordentlich erhöhen, daran ließen sie keinen Zweifel.
Von heuer knapp 340 Millionen Euro Umsatz wollen sie die ATB bis 2015 auf 600 Millionen Euro Umsatz hochfahren. Der operative Gewinn werde in drei Jahren verdoppelt, ließ Wolong-Gründer Chen mit konkreten Details zur Zukunft aufhorchen. Keines der zehn ATB-Werke werde zugesperrt, die 3000 Mitarbeiter seien so gut qualifiziert, dass man die europäischen Standorte zur weltweiten Forschungs- und Entwicklungsbasis im Konzern mache.
Chen zeigte sich glücklich mit dem 105 bis 110 Millionen Euro teuren Kauf. "Ich weiß genau, was wir aus der ATB machen können", sagte er zur Kleinen Zeitung. Das große Potenzial liege in der bisher kaum erfolgten Integration der einzelnen Tochterunternehmen Ein Beispiel? "Bisher sind nur zwei ATB-Firmen SAP-vernetzt." Auch gemeinsamer Einkauf bringe große Synergien. Für Wolong - 8000 Mitarbeiter, eine Milliarde Euro Umsatz - bedeutet der Kauf die Internationalisierung. "Wir wollen das beste der westlichen und östlichen Kultur integrieren", schwärmte Jianqiao Wang. "Wir wollen die beste Firma der Welt werden." Ob Europa dafür konkurrenzfähig genug sei? Chen: "In Euro produzierte Qualität ist sehr hoch, nur fehlt manchmal der Wille, etwas weiterzubringen."

















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