Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 22:15 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
 
Erneut drei Selbstmorde in Foxconn-Fabrik Ohne Rettungsplan kann Hypo Halbjahr nur mit Staatsstütze bilanzieren Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wirtschaft Nächster Artikel Erneut drei Selbstmorde in Foxconn-Fabrik Ohne Rettungsplan kann Hypo Halbjahr nur mit Staatsstütze bilanzieren
Zuletzt aktualisiert: 14.10.2011 um 21:20 UhrKommentare

Eurokrise: Druck auf die Banken wächst

Die EU fordert von den Geldinstituten mehr Engagement bei der Rettung Griechenlands und will sie notfalls dazu zwingen. Doch die Banken brauchen selbst Kapital.

Foto © fotolia.de/Gina Sanders

Wenn Rituale dazu dienen, in Zeiten der Krise Halt und Sicherheit zu geben, dann bezweckt das rituelle Spielchen, das die Ratingagenturen mit den Rettungseuropäern treiben, das genaue Gegenteil davon.

Zum wiederholten Male haben sie ausgerechnet wenige Tage vor einem EU-Gipfeltreffen die Bonität eines kriselnden Eurostaates heruntergestuft. Diesmal erwischte es Spanien. Nach Fitch schätzt auch Standard & Poor's die Zuverlässigkeit Spaniens bei der Rückzahlung seiner Schulden schlechter ein und hat die Kreditwürdigkeit der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone um eine Note auf "AA-" herabgesetzt. Und es könnte noch weiter abwärts gehen. Doch erstaunlicherweise reagierten die Finanzmärkte diesmal weniger hysterisch als üblich. Zwar zogen die Risikoaufschläge für spanische und italienische Anleihen an. Aber den Euro ließ die Schelte völlig kalt. Ja, die Gemeinschaftswährung stieg sogar auf bis zu 1,3827 Dollar und lag damit besser als am Tag davor.

Die Gelassenheit der Märkte hat damit zu tun, dass die Europäer auf dem Gipfel am 23. Oktober in Brüssel eine Gesamtlösung für einen Schuldenschnitt Griechenlands und die Rettung ihrer Banken vorlegen wollen.

Banken in der Zange

Zwar warnt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel vor überzogenen Hoffnungen auf einen Befreiungsschlag. Eine "geordnete" Staatspleite Griechenlands gilt inzwischen aber auch in Berliner Regierungskreisen als unvermeidbar. Allerdings drängen Frankreich und Deutschland auf eine stärkere Beteiligung der Banken. War bisher von einem Forderungsverzicht von 21 Prozent die Rede, so will man sich damit nicht länger zufriedengeben. "Es wird mehr werden, das ist mehr oder weniger sicher", sagte Frankreichs Finanzminister François Baroin zum Auftakt des Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) in Paris, das ganz im Zeichen der Eurokrise steht.

Auch Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker will die Institute notfalls zur Rettung von Hellas verdonnern. Es könne zu einer "nicht freiwilligen Gläubigerbeteiligung" kommen, wenn der freiwillige Beitrag der Banken nicht ausreiche, droht er.

Schwer zu verkraften

Juncker und den Euro-Rettern ist zugleich aber klar, dass viele Großbanken in Europa eine Umschuldung Griechenlands nicht verkraften würden, weil ihr Eigenkapital zu gering ist. Um einen Flächenbrand zu verhindern, wollen die Rettungseuropäer die Banken daher notfalls zu einer besseren Kapitalausstattung zwingen.

"Wo Rekapitalisierungsbedarf besteht, müssen wir dafür sorgen, dass rekapitalisiert wird", meinte Juncker. Käme es zu einem neuen Stresstest, würden zwei Drittel der europäischen Banken scheitern. Das sagt die Schweizer Großbank Credit Suisse voraus. Im schlimmsten Fall könnten den Geldinstituten 220 Milliarden Euro fehlen. 66 Banken könnten an einem schärferen Stresstest scheitern. Fitch droht einer Reihe von ihnen, darunter der Deutschen Bank, mit der Abstufung ihrer Bonität.

STEFAN WINKLER, BRÜSSEL

KLEINE.tv

Tourismus: Kärnten will Wertschöpfung erhöhen

Die Tourismusverantwortlichen in Kärnten ziehen eine positive Bilanz des...Bewertet mit 4 Sternen

 

Wirtschaftsblog

Roman Huber - Foto: Jürgen Fuchs

Kommentiert: Trends und News aus Wirtschaft und Hochfinanz.

 




Forum: Spüren Sie die Krise?

Fotolia: Light Impression

Kleine Zeitung Akademie

Wissen für Leser: Die Kleine Zeitung Akademie bietet Ihnen ein vielfältiges Angebot an Seminaren und Veranstaltungen zu den Themen Journalismus, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Proftieren auch Sie vom Know-how unserer Mitarbeiter!

 

Wirtschaft-Fotoserien

Die Primus-Gala und ihre Gewinner 

Die Primus-Gala und ihre Gewinner

 

Lebe deinen Plan!

Service

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang