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Zuletzt aktualisiert: 27.09.2011 um 10:15 UhrKommentare

Weniger Firmeninsolvenzen in Kärnten

Die Unternehmensinsolvenzen gingen in Kärnten um 11,5 Prozent vom ersten bis dritten Quartal 2011 zurück. Kärnten rangiert damit auf Platz drei im Bundesländer-Vergleich. Das Gastgewerbe ist die am stärksten betroffene Branche. Die Privatkonkurse stiegen um knapp fünf Prozent.

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun

Während bei den Unternehmen in den ersten drei Quartalen weniger Insolvenzen angefallen sind, rutschten immer mehr Private in die Pleite. In Kärnten wurden heuer bisher 570 Privatkonkurse eröffnet - um 26 Fälle bzw. fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Zusammen macht der Schuldenberg der privaten Pleitiers 69 Millionen Euro aus. Das ist um acht Prozent höher als im Vorjahr. Im Durchschnitt liegen die Schulden pro Verfahren bei 120.000 Euro. Und Barbara Wiesler-Hofer, Leiterin des Klagenfurter Kreditschutzverbandes von 1870, kann keine Entwarnung geben: "Es gibt nach wie vor eine hohe Zahl von insolventen Personen. Es ist mit einem weiteren Anwachsen der Zahlen zu rechnen."

Die Firmeninsolvenzen hingegen gehen zurück - in Kärnten und österreichweit. Wiesler-Hofer führt das einerseits auf die niedrigen Zinsen zurück, weil sie "den auch hoch verschuldeten Unternehmen die Zinslast erleichtern". Schwierig sei hingegen die sich abzeichnende Stagnation des Wirtschaftswachstums, "jedenfalls im nächsten halben Jahr".

307 Firmeninsolvenzen sind heuer in Kärnten in den ersten drei Quartalen passiert. Das sind um 40 Fälle bzw. elf Prozent weniger Firmenzusammenbrücke als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und mit diesem Rückgang liegt Kärnten über dem Österreichdurchschnitt von sechs Prozent Rückgang.

Der Schuldenberg der insolventen Unternehmen ist von 430 Euro im Vorjahr um mehr als 63 Prozent auf 158 Millionen Euro gesunken. Wobei im Vorjahr die AvW-Gruppe mit 291 Millionen schwer ins Gewicht gefallen ist.

Die Zahl der von den Insolvenzen betroffenen Arbeitsplätze hat sich von 1371 im Vorjahr auf heuer 1392 erhöht. Die größten Fälle bisher: Vito Holz St. Veit mit zehn Millionen Schulden und Buchacher Holz Hermagor mit neun Millionen Euro Schulden.

EVA GABRIEL

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