Stummvoll nicht mehr Aufsichtsrat bei Merkur AG

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ÖVP-Finanzsprecher Günter Stummvoll legt nach Kritik seine Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender bei der Merkur Entertainment AG zurück. Kritiker hatten moniert, dass Stummvoll als Chef des parlamentarischen Finanzausschusses, der für das Glücksspiel zuständig ist, nicht gleichzeitig für einen Glücksspielkonzern tätig sein kann.
"Es hat sich herausgestellt, dass in diesem überhitzten Meinungsklima durch die schrecklichen Telekom-Enthüllungen eine sachliche, korrekte Argumentationslinie keine Chance hat. Ich lasse mich nicht in den Schmutz ziehen und täglich anpöbeln und beschimpfen. Das habe ich nicht notwendig und das ist auch meiner Familie nicht zumutbar", begründete Stummvoll den Schritt gegenüber dem "Kurier" (Samstag-Ausgabe).
Dass er sich im Vorjahr für die Poker-Casinos des Unternehmers Peter Zanoni eingesetzt hat, verteidigt Stummvoll: "Da ging es darum, dass man per Gesetz ein Unternehmen zugesperrt hätte. Es stimmt, ich habe mich dafür eingesetzt und zwei Mal mit Bundeskanzler (Werner) Faymann darüber gesprochen. Wenn ein Unternehmen in Österreich illegal betrieben wird, dann muss es ein Gericht oder die Behörde sperren. Aber dass der Gesetzgeber einfach das Licht abdreht, indem er Poker-Casinos nicht mehr zulässt, ist ordnungspolitisch untragbar."














