Telekom-Affäre: Angeblich auch Zahlungen an das BZÖ
In der Telekom-Affäre sollen über Umwege auch 600.000 Euro an das BZÖ geflossen sein. Die heutige Parteiführung weist die Verantwortung für die damaligen Aktivitäten der Partei zurück.

Foto © APA
Das Magazin "News" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass in der Telekom-Affäre auf Umwegen auch 600.000 Euro an das BZÖ geflossen sind. Die Abwicklung sei über die Projektentwicklung Werbeagentur Schmied Gmbh erfolgt, wo es vergangene Woche zu einer Hausdurchsuchung gekommen sein soll. Auch die BZÖ-eigene Agentur "Orange" soll involviert gewesen sein. Das BZÖ bestritt die Verantwortung der heutigen Parteiführung. In der Staatsanwaltschaft Wien war vorerst kein Kommentar zu erhalten.
Auch in dieser Causa soll es laut "News" um die für die Telekom letztlich sehr lukrative Universaldienstverordnung gegangen sein. Das BZÖ bestätigte in einer Aussendung lediglich, dass "Orange" der Agentur Schmied Dienstleistungen in Rechnung gestellt habe. Dies gehe aus einer Überprüfung der damaligen Buchhaltung hervor. Die Geschäftstätigkeiten der Werbeagentur Schmied seien dem BZÖ nicht bekannt und könnten es auch gar nicht sein, wurde betont.
Klar ist für das BZÖ, dass die heutige Parteiführung unter Josef Bucher, die seit April 2009 im Amt ist, keinerlei Verantwortung für die damaligen Aktivitäten der "Orange" habe. Die Partei verwies in diesem Zusammenhang auf den damals zuständigen Generalsekretär Uwe Scheuch sowie auf den damaligen Bundesgeschäftsführer Arno Eccher (er stammt aus dem Umfeld des früheren Infrastrukturministers und BZÖ-Chefs Hubert Gorbach und ist mittlerweile FPÖ-Landesgeschäftsführer in Vorarlberg). Das BZÖ forderte volle Aufklärung und bot den Ermittlungsbehörden Mithilfe und Unterstützung an.














