Italien könnte weiteres Sparpaket benötigen
Italien braucht nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch womöglich ein weiteres Sparpaket, sollte die Wirtschaft nicht wie geplant in Schwung kommen. Die Mailänder Börse meldete am Mittwoch Kursverluste.

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Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone hat Sparanstrengungen im Volumen von 48 Mrd. Euro auf den Weg gebracht und will das Budget bis 2014 ausgleichen. Die Regierung geht von einem Wachstum in diesem Jahr von 1,1 Prozent aus, bis 2014 soll es sich auf 1,6 Prozent beschleunigen.
Mailänder Börse rutscht ab
Die Mailänder Börse ist am Mittwoch wieder unter Druck geraten. Zu Handelsbeginn sank der Mailänder Aktienindex FTSE Mib um 2,3 Prozent. Vor allem die Aktien italienischer Banken gerieten stark unter Beschuss. So musste die Bank-Austria-Mutter UniCredit zu Handelsbeginn ein Minus von 5 Prozent hinnehmen. Auch UniCredit-Konkurrent Intesa San Paolo hatte einen Rückgang von 4,9 Prozent zu beklagen.
Auch die Aktien des Autobauers Fiat meldeten trotz der positiven Quartalsergebnisse, die am Dienstag vorgestellt wurden, Kursverluste. So sanken die Papiere des Turiner Konzerns um 1,39 Prozent.
"Wenn sich dieser Wachstumsrhythmus nicht materialisiert, muss die Regierung womöglich weitere Maßnahmen bei Steuern und Ausgaben in Erwägung ziehen, um bis 2014 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen", erklärte Fitch-Analyst David Riley gegenüber der Zeitung "Corriere della Sera" vom Mittwoch.
Bewertung "AA-"
Fitch bewertet die Kreditwürdigkeit Italiens mit "AA-". Anders als Standard & Poor's oder Moody's hat Fitch seinen Ausblick für Italien während der Schuldenkrise in der Euro-Zone nicht verändert.
Ebenfalls in der italienischen Presse äußerte sich IWF-Chefin Christine Lagarde zu Italien und Spanien. Beide Länder verfügten über die notwendigen Mittel, um einer Ansteckung in der Schuldenkrise zu entgehen, sagte sie "La Stampa".














