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Zuletzt aktualisiert: 29.06.2011 um 18:17 UhrKommentare

Österreicher würden gerne mehr sparen, tun es aber nicht

Die Österreicher legen laut Studie durchschnittlich 63 Euro pro Monat zurück - dabei sollten es eigentlich 111 sein. Ein Drittel spart gar nicht.

Foto © APA

Die Österreicher sorgen im Monat mit durchschnittlich 63 Euro für ihre Zukunft vor. Während die Männer 67 Euro pro Monat zur Seite legen, sind es bei den Frauen nur 59 Euro. Jeder Zweite will nur wenig bis kein Risiko für sein Geld. 41 Prozent rechnen mit einer Einkommenssteigerung in den nächsten drei Jahren, 38 Prozent glauben an einen gleichbleibenden Verdienst, so eine Studie des Marktforschungsinstitutes GfK Austria im Auftrag von Erste Bank und s Versicherung.

34 Prozent verzichten auf's Sparen

"Es zeigt sich ein großer Unterschied zwischen Können und Wollen. 2010 meinten die Österreicher, sie wollten durchschnittlich 111 Euro im Monat für die eigene Vorsorge zur Seite legen. Tatsächlich sind es aber aktuell nur 63 Euro", so Peter Bosek, Privatkundenvorstand der Erste Bank, in einer Aussendung. Der ausgeübte Beruf hat dabei Einfluss auf die Höhe der Zahlungen. Selbstständige wenden laut Studie monatlich 73 Euro, Arbeiter 68 und Angestellte und Beamte 63 Euro pro Monat für Vorsorgeprodukte aus. Nichts zur Seite legen 34 Prozent der Befragten.

Jeder Zweite will nur wenig Risiko in der Veranlagung

Geht es um das Veranlagungsrisiko, zeigen sich die Österreicher auf der vorsichtigen Seite. 46 Prozent wollen eine Kapitalgarantie - darunter 51 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen. Vier von Zehn wollen das Geld, das sie ansparen, jederzeit zur Verfügung haben. Nur einem knappen Viertel ist eine hohe Rendite wichtig.

"Jene Personen, die angeben, informiert zu einzelnen Finanzthemen zu sein, haben überdurchschnittlich häufig das Produkt Lebensversicherung oder die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung abgeschlossen", so Heinz Schuster, Vertriebsvorstand der s Versicherung. Rat suchen sich die Österreicher dafür beim Bankberater (58 Prozent), in der Familie und bei Freunden (50 Prozent), beim Versicherungsbetreuer (48 Prozent) sowie in Medien (40 Prozent) und Internet (38 Prozent).

Sparbuch, Bausparverträge und Lebensversicherungen sind die am häufigsten abgeschlossenen Vorsorgeprodukte. Dabei agieren Herr und Frau Österreicher aber recht widersprüchlich. Während beispielsweise zwei Drittel der Befragten in ein Sparbuch einzahlen, halten nur 29 Prozent diese Anlageform als am besten geeignet. 47 Prozent haben eine Lebensversicherung abgeschlossen, aber nur ein Drittel bringt ihr auch Sympathie entgegen.

Zu den Anlageformen, bei denen die Zustimmung der Menschen die getätigten Abschlüsse übersteigt, gehören die private Krankenversicherung (21 Prozent Abschlüsse, 37 Prozent Sympathie), die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge (18 Prozent Abschlüsse, 38 Prozent Sympathie) und die private Pflegeversicherung (1 Prozent Abschlüsse, 24 Prozent Sympathie).

37 Prozent der Österreicher sind unsicher, ob die eigene finanzielle Vorsorge den gewohnten Lebensstandard auch in der Pension ermöglicht. Die Durchschnitts-Alterspension in Österreich lag laut Aussendung im Vorjahr bei 1.411 Euro brutto bei den Männern und 836 Euro brutto bei den Frauen.

GfK Austria befragte in der Studie 1.000 Österreicher zwischen 15 und 60 Jahren. Die Interviews wurden im April und Mai 2011 in allen Bundesländern durchgeführt.


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