USA stoppen genmanipulierten Fisch
Kongress blockiert die Zulassung von gentechnisch verändertem Lachs. Alaska fürchtet um seine wilden Lachse, wenn der Fisch, der doppelt so schnell wächst wie seine wilden Artgenossen, auf den Markt käme.

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Die Forscher der US-Firma Aquabounty haben große Pläne: Sie wollen die Überfischung des Wildlachses in Alaska stoppen. Weil der Lachs weltweit einer der wichtigsten Speisefische und in Alaska - trotz Aquakultur - bereits so rar ist, dass Gebiete für den Fischfang gesperrt sind, haben die Forscher den Fisch gentechnisch verändert. Sie haben dem Aquadvantage-Fisch Gene eines anderen Lachses sowie des aalähnlichen Meeresdickkopfs zugefügt und einen Lachs erzeugt, der doppelt so schnell wächst wie sein wilder Artgenosse. Den Antrag auf Zulassung als Lebensmittel hatte die Firma bereits vor zehn Jahren bei der Lebensmittelbehörde FDA gestellt. Ende 2010 hatte die FDA den Lachs für gesundheitlich unbedenklich erklärt.
Nun hat das US-Abgeordnetenhaus die Zulassung zum weltweit ersten transgenen tierischen Lebensmittel blockiert. Der Gesetzentwurf, der der FDA Geld für die Zulassung versagt, muss noch durch den Senat. Dennoch scheinen sich die Kritiker, die den Lachs "Frankensteinfisch" nennen, durchgesetzt zu haben. Sie befürchten bei Markteinführung einen drastischen Rückgang der wilden Lachspopulation. Vor allem aus Alaska kam Widerstand. Der republikanische Abgeordnete Don Young argumentierte, dass mit dem transgenen Zuchtlachs der wirtschaftlich wichtige Fang des Wildlachses in seinem Heimatstaat bedroht ist. Er hatte den Verbotsantrag eingebracht.














