Marode ÖBB pumpen Millionen nach Italien
Eine Kapitalspritze der selbst schwer defizitären ÖBB soll die italienische ÖBB-Tochter Linea über Wasser halten. Der Verantwortliche für das Italien-Geschäft wechselt zum neuen ÖVP-Chef Spindelegger und wird dessen Wirtschaftsberater.

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Die ÖBB haben in einem Sonderaufsichtsrat des Güterverkehrs (RCA) eine Kapitalspritze in Höhe von 6,2 Millionen Euro für die italienische Tochter Linea beschlossen. Die RCA-Tochtergesellschaft mit einem Umsatz von über 17 Millionen Euro und 120 Mitarbeitern hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 5,8 Millionen Euro erlitten, mit der Kapitalspritze wird das Grundkapital wieder dotiert.
Wie ÖBB-Holding-Chef Christian Kern heute, Donnerstag, am Rande des ÖBB-Ausschusses im Parlament gegenüber der APA erklärte, kommen die roten Zahlen aus der einmaligen Abschreibung von Start-up-Kosten zur Ausbildung der Lokführer, einem operativen Verlust und der Ausbuchung von Forderungen gegenüber Kunden.
"Italien bleibt ein strategischer Markt für die ÖBB", betonte Kern. Die Linea sei besonders für die grenzüberschreitenden Verkehre für Holz- und Stahl-Unternehmen wichtig, weil der Transport für die österreichischen Kunden billiger als mit der Trenitalia sei. Er gehe davon aus, dass die ÖBB nach der Kapitalerhöhung 100 Prozent an der Linea halten, derzeit sind es 88 Prozent.
Der Verantwortliche für das Italien-Geschäft der RCA, Johannes Kasal, wechselt zum neuen ÖVP-Chef Außenminister Michael Spindelegger und wird dessen Wirtschaftsberater. Entgegen im Vorfeld verbreiteten Berichten werde Kasals ÖBB-Vertrag nicht ausbezahlt, sondern es werde für den Manager eine normale Auflösungsvereinbarung geben, stellte Kern klar.
Im gestrigen Aufsichtsrat sei die Vertragsauflösung für Kasal kein Thema gewesen, sondern es sei nur ein schon vorher vereinbarter Zuschlag für die Auslandstätigkeit beschlossen worden. Gestern habe man auch ein neues Italien-Management bestellt.














