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Zuletzt aktualisiert: 05.06.2011 um 22:04 UhrKommentare

Zwei Landesfirmen jubilieren

20 Jahre Industrieparks und Ansiedlung, zehn Jahre LIG. Die Geschichte von Landesfirmen als Spielbälle der Politik.

René Oberleitner

Foto © ZoreRené Oberleitner

Den Anstoß für den Technologiepark in Klagenfurt gaben 1991 weitblickende Leute wie der damalige Sparkassen-Vorstand Michael Krainz und Industriellenpräsident Hermann Hirsch. Vorbild war der High-Tech-Park Sophia Antipolis an der Cote d'Azur. Auf Anregung der Kleinen Zeitung reiste seinerzeit sogar eine Delegation der Wirtschaftskammer nach Nizza, wo der einstige Kammeramtsdirektor Fritz Jausz einen Kooperationsvertrag mit der Kammer in Nizza abschloss.

Die Idee von Parks, in denen sich Gründer mit Ideen entwickeln können, feiert am Donnerstag 20. Geburtstag - "mit einer Innovationsveranstaltung", wie Sabrina Schütz-Oberländer als Chefin der Entwicklungsagentur Kärnten (EAK) beteuert. In zwei Jahrzehnten haben in den Kärntner Industrieparks zahlreiche Erfolgsgeschichten begonnen, wie jene der Windtech, es gab aber auch Flops. Vor allem aber bemächtigte sich die Politik dieses Förderinstruments, das vom Technologieland Kärnten 2004 zur EAK mutierte. Die Reihe der hineinregierenden Referenten reicht von Max Rauscher, Christof Zernatto, Jörg Haider, Mathias Reichhold, Peter Ambrozy und Karl Pfeifenberger bis herauf zu Harald Dobernig und Josef Martinz. So gab es auch sehr differenzierte Ausrichtungen unter den wechselnden Geschäftsführern - wie Sigi Trost, Ernst Vadlau, Karl-Heinz Moschitz und Silicon-Alps-Promotor Robert Gattereder. Dem vehementen Polit-Zugriff des FP-Mannes Pfeifenberger entzog sich Oskar Seidler durch abrupten Ausstieg, seit 2003 führt Schütz-Oberländer die EAK, zeitweilig mit Peter Schark. Ihr Augenmerk lag auf den Ansiedlungen. Ihre Bilanz seit 2000: "240 Ansiedlungen mit 5200 Arbeitsplätzen."

Eine Fusion der EAK mit dem KWF platzte. Schütz kämpft für die Eigenständigkeit der EAK und ist gegen die Ansiedlung im KWF und die Verwaltung der Industrieparks von Spittal bis Völkermarkt durch die Landesimmobiliengesellschaft. Diese feiert am Mittwoch zehnjähriges Bestehen. Die Geschäftsführer Johann Polzer und René Oberleitner managen 80 Liegenschaften von der Landesregierung bis zum Litzlhof. 17 Millionen Euro zahlt das Land seiner Tochter LIG jährlich an Mieten, die noch 108 Millionen Euro Darlehen zu tilgen hat, für die das Land an die LIG Immobilien verkaufte, um die Landesbudgets zu schönen.


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